Chaos und Ordnung - zur Aktualität der Selbstorganisation - Zum 100 Geburtstag von Heinz von Foerster | Forschung und Gesellschaft | Deutschlandradio Kultur

Was haben ein Ameisenstaat, das Finanzsystem oder gar die Evolution gemeinsam? Sie alle können als Selbstorganisationsphänomene betrachtet werden. Die Theorie der Selbstorganisation erfährt gerade heute in verschiedenen sozial- und medienwissenschaftlichen Disziplinen eine Art Comeback.

Deutschlandradio ehrt Heinz von Förster, der in diesen Tagen seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, mit einem Beitrag hörenswerten Beitrag über die Selbstorganisation.

9. November: Tag der Revolutionen?

Hanns-Martin Wietek erinnert an die geschichtsträchtigen Ereignisse, die an einem 9. November stattgefunden haben, und schließt mit der Frage: "Vielleicht sollte man den Tag zum „Tag der Revolutionen“ erklären? Oder ….. selbst eine machen? Diktatoren, die ihr oder ein anderes Volk knechten, sind sehr viel seltener geworden. Heute treiben Diktatoren die ganze Weltgemeinschaft vor sich her. Wie wäre es mit einer Revolution gegen die neuen, die leisen Diktatoren? Aber halt! Dafür müssten wir erst einmal uns selbst revolutionieren – unser Denken, unser Handeln und unser Fühlen. … Doch … wie mir scheint … das wird nicht funktionieren, denn ….. Lemminge machen keine Revolution." Mehr unter http://blog.zvab.com/2011/11/09/9-november-ein-schicksalstrachtiger-tag-nicht...

Planvolles Leben - Bernd Schmid über die Balance zwischen Unverbindlichkeit und zementierender Planung

Kürzlich habe ich hier auf zairisch aufmerksam gemacht, der eine überbordende Projektideologie beklagt. Dazu passt der aktuelle Blog-Beitrag von Bernd Schmid: "Life is what happens to you while you're busy making other plans. (John Lennon)   Das Siw-Prinzip sollte eigentlich jedem bekannt sein. Denn tatsächlich gestaltet sich ein großer Teil der Lebensvollzüge danach. ...... Nicht bekannt?   OK! Das Siw-Prinzip: Als wir vor fast 30 Jahren unsere Gartenwege pflastern ließen, war einer davon doch ziemlich krumm geraten. Ich sprach den befreundeten Maurermeister drauf an. Dieser kratzte sich am Kopf. Dann meinte er, da wäre nach dem Siw-Prinzip gearbeitet worden. Daraufhin kratzte ich mich am Kopf und fragte: Und was ist das für ein Prinzip? Er meinte spitzbübisch auf kurpfälzisch: So isch’s worre! (So ist es geworden!)" ... Weiterlesen unter http://www.systemische-professionalitaet.de/berndschmid/bernd-schmids-blog/bl...

Roland Berger: So werden Marken erfolgreich - WuV

Zwei Experten von Rolnad Berger haben 12 Thesen zur Markenführung zusammengestellt.

These 1: Eine ganzheitliche Zielgruppenorientierung ist der Nukleus des Markenkerns und der abgeleiteten Markenwerte: In einer differenzierten Welt mit vielfältigem Produktangebot und zahlreichen Marketingkanälen müssen Bedürfnisse und Motivation von Konsumenten systematisch und im Einzelnen verstanden werden.

These 2: Die Differenzierung der Marke wird authentisch erreicht: Die tatsächliche Ausrichtung der Marke an den Kundenwerten und –bedürfnissen bietet nur dann die Grundlage für einen echten Erfolg, wenn damit auch eine Differenzierung zu den relevanten Wettbewerbern verbunden ist – also ein echter „Brand USP“ gegeben ist.

Die weiteren Thesen via wuv.de

Wir denken nur noch in Projekten - zeitmagazin über die jungen Pariser Intellektuellen

"Über erhaltenswerte Räume spricht auch Pierre Zaoui: Räume, in denen nichts nützlich oder verwertbar sein muss. »Heute wird alles zu Kapital«, kritisiert er. »Humankapital, soziales Kapital, kulturelles Kapital. Wir denken nur noch in Projekten: Ziel, Mittel, Zeit. Das ist eine Ideologie, die das Ereignis zerstört." via http://www.zeit.de/2011/40/Paris-Intellektuelle/seite-3

Experimentieren als Lebensstil - Studie über die jungen Super-Opportunisten | GDI - Gottlieb Duttweiler Institute

Das GDI hat eine Studie über die "Twenty-Somethings" veröffentlicht, die sich dem Erwachsenwerden zu entziehen scheinen, gleichzeitig aber eine hohe Anpassungsfähigkeit zeigen.

Die Studie präsentiert eine Generation junger Menschen, bei der das Erwachsenwerden so spät stattfindet wie bei keiner zuvor: Immer mehr Junge durchlaufen eine längere Ausbildungszeit, absolvieren mehrere Praktika, bleiben länger zuhause wohnen und sind finanziell unselbständig. So zögern sie die Entscheide für einen «festen» Beruf und eine «feste» Partnerschaft oft bis in die 30-er Jahre heraus – ein Charakteristikum einer neuen Lebensphase, der so genannten Emerging Adulthood.

Die heutigen Twenty-Somethings sind erfolgsorientiert, aber gleichzeitig von grossen Unsicherheiten geprägt. Sie nehmen ihr Leben als Achterbahnfahrt wahr, mit Experimenten, Zweifeln, Scheitern, Orientierungslosigkeit und Neustarts. Kritiker werfen ihnen vor unselbständig, verantwortungsscheu und narzisstisch zu sein – doch sind sie einiges flexibler und anpassungsfähiger als vorgängige Generationen.

via gdi.ch

Hier geht's direkt zum Summary der Studie.

101 Ways To Brew Up a Great Idea | Scott Baradell

1. Take a warm bath.
2. Go for a drive with the windows open.
3. Order Chinese food and eat it with chopsticks.
4. Call a random phone number – ask a stranger.
5. Ask a child.
6. Create an idea that would get you fired.
7. Paint your bedroom.
8. Consult tarot cards.
9. Gargle.
10. Play football.

Das sind die ersten 10 von 101 Wegen, zu neuen Ideen zu kommen. Scott Baradell, ein amerikanischer Marketing-Experte, hat sie von einer Kaffeetasse abgeschrieben. Wer alle durchprobiert hat, möge sich melden. Ich bin gespannt, welche am besten funktioniert ;-)

Soziale Netze als stabilisierender Faktor? - Dirk Baecker

Nach Baeckers These stellt sich das Netzwerk der nächsten Gesellschaft bereits heute sehr heterogen dar und kann deshalb gut auf die Herausforderung der Computerisierung reagieren. So lassen sich etwa individuelle Ruhe- und Unruhezustände, bedingt durch den rasanten gesellschaftlichen Wandel mit seinem Computereinsatz, über die Einbettung in interaktive Netzwerke stabilisieren. Baecker begreift es als individuelles Defizit, wenn sich der moderne Mensch die Möglichkeiten von Social Media Tools wie Facebook, Twitter, Google+ etc. nicht zunutze macht. “Wer darüber heute lacht, dem wird das Lachen in fünf bis sechs Jahren vergangen sein”, prognostiziert der Kulturtheoretiker.

Effizienter kommunizieren ohne E-Mails | #e20

Im französischen IT-Unternehmen Atos Origin erhält beispielsweise jeder der 78 500 Beschäftigten rund 200 E-Mails am Tag, viele davon intern. Deshalb hat die Geschäftsleitung entschieden, firmenintern vollkommen auf E-Mails zu verzichten und dafür Social-Media-Tools einzuführen, in denen Informationen auch gezielt gefiltert werden können.

Ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, als Mails die Papierkommunikation langsam, aber nachhaltig abgelöst hat. Jetzt scheint es so, als ob sich dieses Muster wiederholt. Die Zeit von eMail geht langsam zu Ende. Mit Wiki, Skype und Co. lässt sich eine Infrastruktur schaffen, die ohne umständliche Mails auskommt. Welche Beispiele E-Mail-freier Unternehmen gibt es noch?