The word is never the thing. | J. Krishnamurti

The word is never the thing.

The eagle in its flight does not leave a mark, only the scientist does. And in enquiring into this question of freedom there must be not only the scientific observation, but also the flight of the eagle that does not leave a mark at all; both are required; which is, both the verbal explanation and the non-verbal perception, bearing in mind that the description is never the described, the explanation is never that thing which is explained, that is the word is never the thing.

The Flight of the Eagle, London 2nd Public Talk 16th March 1969

Wir verwechseln ja immer wieder gerne die Landkarte mit der Landschaft. Jiddu Krishnamurti hat dafür ein schönes Bild gefunden.

Protest zwischen Spaß und Stunk - Dirk Baecker über Stuttgart 21 und das Netz | SÜDKURIER Online

Das heißt, es gibt heute einen Kult um den Protest?

Ja, einen Spaß an der Form des Protests an sich. Bei Stuttgart 21 ist der Spaßfaktor allerdings gering, der Faktor des aus der Sicht der Gegner begründeten Protests dagegen sehr groß.

Politiker allerdings geben Zeitungen wie gewohnt Interviews, während Protestgruppen twittern, bloggen und facebooken. Hat im Kampf um die Deutungshoheit der die Nase vorn, der auf Multimedia setzt?

Nein. Wenn es um Aktualität geht, liegt er zwar vorn. Wenn es aber um die Information geht, um den Anlass eines Protests oder die Frage, wie lange man durchhalten und wen man zusätzlich noch ansprechen kann, dann wird man weiter auf Tageszeitungen, auf Rundfunksendungen und auf das Fernsehen zurückgreifen.

Wie sich die Gesellschaft durch das Netz verändert, zeigt Dirk Baecker am Beispiel Stuttgart 21. Wird die Politik, die es gewohnt war, auf die Beharrungskräfte zu setzen, umlernen? Wird sie noch genauer studieren, wie Barack Obama seinen Wahlkampf geführt hat? Wird sie lernen, das Internet vor sich her zu treiben?

Vom Fluss der Informationen in den Flow - Willms Buhse über Enterprise 2.0

Willms Buhse schildert in diesem Interview wesentliche Aspekte von Enterprise 2.0 in verdaubaren Häppchen.

Ein Unternehmen kann nur in den "Flow"-Zustand kommen, wenn die Mitarbeiter den nötigen Spielraum haben, um selber in den "Flow" zu kommen. Den Spielraum schaffen oder einfach nur zulassen, den Rahmen dafür setzen, das ist die große Gestaltungsaufgabe für die Führung.

Gefunden bei http://webhofer.wordpress.com/2010/09/29/enterprise-2-0-die-sanfte-revolution/

Warnhinweise für fragwürdigen Journalismus

Telepolis berichtet über Tom Scott, der Warnhinweise für fragwürdigen Journalismus entworfen hat. Robert Harm hat sie übersetzt und bietet folgende Liste von 10 journalistischen Kardinalsünden an:

 

1. "Dieser Artikel enthält nicht verifizierte Informationen ohne Quellenangaben aus Wikipedia"

2. "Dieser Artikel beruht auf einem unbestätigten Gerücht"

3. "Um künftige Interviews nicht zu gefährden, wurden wichtige Fragen nicht gestellt"

4. "Dieser Artikel ist eigentlich eine abgeschriebene Pressemitteilung"

5. "Umfrageergebnisse, Statistiken und/oder Analysen in diesem Artikel wurden von einer PR-Firma gesponsert"

6. "Um den Redaktionsschluss einzuhalten, wurde dieser Artikel von einer anderen Quelle abgeschriebenen"

7. "Der Verfasser versteckt die eigene Meinung hinter 'manche Leute behaupten'"

8. "Medizinische Aussagen in diesem Artikel wurden NICHT von peer-reviewten Studien bestätigt"

9. "Kann Spuren von beleidigenden oder diskriminierenden Gedanken enthalten"

10. "Dem Journalisten mangelt es an Fachkenntnis zu diesem Thema"

 

via http://qwwvu.tk

 

Lufthansa als Enterprise 2.0 - Projektmanagement 1.0 & Community 2.0?

Noch einmal zum E2.0-Projekt der Lufthansa. Ist das Projekt eine Mischung aus Projektmanagement 1.0 und Community 2.0? So jedenfalls der Eindruck von Jochen Robes in seinem Bericht über die KnowTech 2010.  

Tobias Kunz (Lufthansa) erzählte sehr anschaulich und offen von der Einführung einer Enterprise 2.0-Lösung im Konzern. Vom Start des Auswahlprozesses Anfang 2008 bis zur kürzlich erfolgten Live-Schaltung, von der Shortlist der Anbieter, über die Pilotierung, bis zu Lizenzmodellen und Budgets. Und schließlich auch von mittlerweile 25.000 Nutzern und verschiedenen Nutzungsszenarien. Trotz der hohen Beteiligung gibt es aber auch offene Punkte: denn noch existieren alte Intranet-Welt (eBase) und neue Community-Plattform (eTeaming) in der Lufthansa nebeneinander und noch dominiert die Verkehrssprache „deutsch” … Irgendwie, und das ist sicher nicht untypisch für Enterprise 2.0-Initiativen dieser Größenordnung, ist das Ganze eine Mischung aus top down & bottom up, oder: Projektmanagement 1.0 & Community 2.0.

via http://www.weiterbildungsblog.de/2010/09/17/knowtech-2010/

Ein Spannungsfeld, das einmal eine nähere Betrachtung verdient hätte. Wie sieht ein Projektmanagement 2.0 aus? Welche Beispiele gibt es dafür? 

Lufthansa als Enterprise 2.0

Gerade mal ein Jahr nach Einführung von eTeaming, mit dem die Lufthansa zu einem Enterprise 2.0 werden will, meldet sie ein Nutzungsverhältnis von 61-29-10! Im Vergleich zu der für das Web angenommenen 90-9-1 eine erstaunliche Zahl! Natürlich wird es der Anspruch jedes unternehmensinternen sozialen Netzes sein, das Nutzerverhalten in diese Richtung zu lenken. Es spricht aber für eine gute Einführungsstrategie, wenn dies so schnell gelingt. 

Hier geht es direkt zu einer Lufthansa-Präsentation über ihr eTeaming-Projekt. 

 

 

 

Nachhaltige Organisationsentwicklung - Joseph Kessels bei der KarmaKonsumKonferenz 2010

Unternehmen stoßen an die Grenzen des Organisierens. Auf diesen Befund hat sich Joseph Kessels bei der KarmaKonsumKonferenz 2010 in Frankfurt bezogen, um das Dilemma aufzuzeigen, das daraus entsteht. Die Integration von Wissen (Leidenschaft, Neugier, Offenheit) steht in einem Spannungsfeld zur Verbesserung der Leistung (Sicherheit, Regeln, Kommando). Wissensarbeiter („Gold Collar Worker") arbeiten mit Beziehungen (Links) statt Positionen. So erzeugen sie die Wissensproduktivität und Innovationskraft, die Unternehmen für ihr Überleben benötigen.

Wie können Menschen und Unternehmen die nötigen Kompetenzen entwickeln, die Voraussetzung für die Teilhabe an der Wissensökonomie sind? Wie entstehen Lernumgebungen, die es dem Einzelnen ermöglichen, seine Talente zu entfalten und an den verschiedenen Formen der Wissensarbeit teilzuhaben?

Jedes Unternehmen braucht sein eigenes Konzept, um zu einer Kultur zu kommen, die die Trennung zwischen Arbeitsalltag und Lernen überwindet.

Es lohnt sich, das komplette Video (26') anzuschauen.

via http://www.karmakonsum.de/2010/07/23/video-karmakonsum-2010-prof-dr-joseph-w-m-kessels/

 

Enterprise 2.0 in der Wirtschaftswoche

Originelle Idee der Wirtschaftswoche, einen Beitrag über Enterprise 2.0 wie ein Wiki zu gestalten. 

Bis 2013 wollen zahlreiche Konzerne weltweit ihre Investitionen in Enterprise-2.0-Werkzeuge verzehnfachen – auf insgesamt 4,6 Milliarden Dollar. Die damit verbundenen Hoffnungen sind groß: Unternehmen mit einer ausgeprägten Kollaborationskultur steigern ihre Produktivität um bis zu 250 Prozent, haben Harvard-Wissenschaftler errechnet.

Der Ressortleiter der Wirtschaftswoche, Jochen Mai, sieht vier Effekte, die für dieses riesige Potenzial entscheidend sind: 

  • Per Blog-Kommentar oder in den Projekt-Wikis kann sich prinzipiell jeder einmischen und sein Wissen teilen. Entscheidungen werden transparenter, Konzepte runder, das Gefühl der Mitsprache und das Engagement steigen. So kommen auch jene Experten zu Wort, an die zunächst gar nicht gedacht wurde.
  • Die Projektteams können sich jederzeit verändern. Vor allem dann, wenn neue Probleme auftauchen und die dafür erfahrensten Kollegen gesucht werden. Die Hinweise dazu kommen meist von den Mitlesern. So beschleunigt sich auch der Auswahlprozess, um die jeweils besten Fachkräfte für ein Projekt zu finden.
  • Ebenso werden Projekt-Doubletten vermieden. Wenn zufällig drei Teams an drei Standorten an einem vergleichbaren Problem laborieren, wird dies im Wikinetz schnell sichtbar. Ineffizienzen werden so vermieden, bevor sie entstehen.
  • Durch die effizienteren Arbeitsabläufe verbessern die Unternehmen langfristig die Qualität ihrer Produkte. Durch die stärkere Vernetzung aller Mitarbeiter wird Wissen schneller aktiviert. Es entstehen am Ende bessere Lösungen für Kunden.

Man darf gespannt sein, ob die Dynamik dieser spannenden Entwicklung weiter anhält. Bisher sind ja eher IT-affine Unternehmen dabei, das Konzept zu verwirklichen.

Tod eines Reformers - Führungskultur der Zukunft

Kürzlich hat SWR2 eine Hörfunk-Reportage über das Schicksal von Uwe Renald Müller ausgestrahlt, einem Kritiker unmenschlichen Wirtschaftens, besonders des Shareholder Value. Er hat als Geschäftsführer einen Verlag zu einem Unternehmen mit einer zeitgemäßen Verantwortungskultur umgebaut hat. Mit großem Erfolg!

Müller gehörte zu den Avantgardisten einer Denkrichtung, die auch nach der Krise der „New Economy“ Anfang der 2000er-Jahre auf systemische Erneuerung drängte, die Führungsetagen der Unternehmen kritisch prüfte, die Nachhaltigkeit in Bezug auf Ressourcennutzung und den Schutz der Umwelt auf die Tagesordnung setzte, die soziale Verantwortung in der Wirtschaft einforderte. 

Nach seinem Zusammenbruch und Tod setzte jedoch schnell das „Management by Absence” ein... 

Hier geht es zur Sendung zum Nachhören.