Cisco-Studie: 2015 werden zwei Drittel der Daten Videos sein - do-it.online

Weltweit werden 2015 mehr als 5,6 Milliarden Tablet-PCs und Smartphones verwendet. Hinzu kommen 1,5 Milliarden Knoten für die Maschine-zu-Maschine-Kommunikation. Die Gesamtzahl entspricht dann fast der Weltbevölkerung von geschätzt 7,2 Milliarden Menschen. Bei den Geräten weisen Tablet-PCs das größte Wachstum auf: 2015 wird es 205-mal mehr geben als 2010. Videos werden in vier Jahren für 66 Prozent des gesamten mobilen Datenverkehrs verantwortlich sein. Dies entspricht einer Steigerung um das 35-Fache im Vergleich zu 2010 und damit der höchsten Rate aller mobilen Anwendungen.

Der Cisco VNI Global Mobile Data Forecast basiert auf unabhängigen Vorhersagen von Analysten sowie Messwerten zur mobilen Datenübertragung. Darauf aufbauend hat Cisco eigene Schätzungen für die Akzeptanz von mobilen Anwendungen sowie der Nutzungs- und Datenübertragungsraten getroffen. Darin eingeflossen sind Zahlen für die mobile Breitbandgeschwindigkeit und Geräteleistungen.

Und wie reagiert Google auf diese Entwicklung? Eric Schmidt schon vor einem Jahr: "Deshalb heisst das Prinzip für Google ab jetzt: Mobile first."

Geht Selbstreflexion auf Kosten der Intuition? | oe1.ORF.at Wissen #denkräume

Welche Kulturtechniken unterstützen uns dabei, uns im Internet zurecht zu finden? Für Dirk Baecker bietet die Intuition eine gute Strategie im Umgang mit den Phänomenen der Unübersichtlichkeit. Und die können wir entwickeln. Im Zustand der schwebenden Aufmerksamkeit, die wir mit Hilfe eines Therapeuten oder Beraters lernen, fällt es leichter, eine Auswahl zu treffen, die mit unseren Erfahrungen und Gefühlen vereinbar ist. Doch für die israelische Soziologin Eva Illouz zeigt sich gerade hier ein Widerspruch, denn die Dynamik der psychologischen Reflexion und der Selbstreflexion bewirkt, dass Menschen gesellschaftliche Regeln immer stärker verinnerlichen. Sie lernen sich immer besser zu kontrollieren. Und das geht auf Kosten der Intuition.

Geht die Selbstreflexion des postmodernen Menschen auf Kosten der Intuition? Das österreichische Radioprogramm Ö1 wirft in einem Beitrag über die Therapiegesellschaft diese Frage auf.

Die Sendung steht im Netz zum Nachhören bereit.

Facebook - unverzichtbar? | Social Media Today

In ihrer Facebook-Bilanz "10 Things I Learned About Facebook in 2010" schreibt Tia Anderson:

2. The majority of people who leave Facebook come back.

Of my friends who’ve deactivated their accounts, most end up unable to live without it and return within a few months, as the connections made through Facebook and the information available proves useful for personal or professional networking.

Sind wir wirklich schon so abhängig von Facebook? Tia Anderson zieht eine durchaus differenzierte Bilanz über das Phänomen Facebook. Dennoch finde ich es höchst Besorgnis erregend, wenn Aussteiger wieder zurückkehren (müssen)!

Arbeitsplatz der Zukunft: Immer mehr geht in der Cloud - Digital naiv - Stefan63's Blog

Webbasierte E-Mail und Kalender-Funktionen als Standard. Wie in der privaten Nutzung mit Yahoo-Mail oder Web.de werden immer mehr Anwender auch im Unternehmen browserbasiert und eben von verschiedenen Devices (Smartphone, Tablet) E-Mails bearbeiten.

Vom Adressbuch zum Netzwerk: Die bestehenden Adressbücher werden übernommen und sind Ausgangspunkt zum Aufbau eines Netzwerkes , in dem man arbeitet und kommuniziert.

Anwender und Kontakte werden in Communities organisiert beziehungsweise organisieren sich viral selbst. Communities meint hier den Zusammenschluss und die Organisation bestimmter Personen zu gemeinsamen Projekten, in den man Daten und Dateien austauscht, Lesezeichen teilt und zu Themen diskutiert.

Dateien liegen dabei verstärkt in der Wolke und werden (hoffentlich) nicht mehr so oft als Attachment verschickt. Das Dropbox-Prinzip hält auch in Unternehmen Einzug. Dateien sind online für verschiedene Devices verfügbar und ich kann diese Anderen (oder auch einer Community) gezielt verfügbar machen, zum Lesen oder Bearbeiten.

Und das gilt ebenso für Aktivitäten, quasi ein Mini-Projektmanagement-Werkzeug. In LotusLive haben wir damit zum Beispiel gemeinsam mit einer Vielzahl externer Partner das IBM Lotus JamCamp in diesem Jahr organisiert und sind derzeit dabei, die zweite Ausgabe im nächsten Frühsommer zu planen.

Online-Konferenzen werden ein alltägliches Werkzeug werden. Man kann Personen online zusammenschalten, sich gemeinsam Daten und Dateien anschauen, Projekte besprechen und das dokumentieren. Dies geschieht ad hoc mit wenigen Mausklicks ohne lange technische Vorbereitung.

Eine Chat-Funktion für den schnellen Austausch darf natürlich auch nicht fehlen, inklusive der Einbindung externer Services wie Skype.

Ein zusätzliches Highlight wird dann noch die gemeinsame Live-Bearbeitung von Dokumenten im Team, inklusive der Möglichkeit, bestimmten Autoren bestimmte Textbereiche oder Kapitel zum Schreiben oder Redigieren zuzuweisen.

Das sind die Funktionen, die nach und nach in die Cloud wandern werden. So beschreibt es Stefan Pfeiffer von IBM. Auch wenn Cloud-Computing zunächst der nächste Hype sein wird, so scheinen kaum Zweifel daran, dass wir es letztlich mit einem fundamentalen Entwicklungssprung für die Unternehmens-IT zu tun haben.

Protest zwischen Spaß und Stunk - Dirk Baecker über Stuttgart 21 und das Netz | SÜDKURIER Online

Das heißt, es gibt heute einen Kult um den Protest?

Ja, einen Spaß an der Form des Protests an sich. Bei Stuttgart 21 ist der Spaßfaktor allerdings gering, der Faktor des aus der Sicht der Gegner begründeten Protests dagegen sehr groß.

Politiker allerdings geben Zeitungen wie gewohnt Interviews, während Protestgruppen twittern, bloggen und facebooken. Hat im Kampf um die Deutungshoheit der die Nase vorn, der auf Multimedia setzt?

Nein. Wenn es um Aktualität geht, liegt er zwar vorn. Wenn es aber um die Information geht, um den Anlass eines Protests oder die Frage, wie lange man durchhalten und wen man zusätzlich noch ansprechen kann, dann wird man weiter auf Tageszeitungen, auf Rundfunksendungen und auf das Fernsehen zurückgreifen.

Wie sich die Gesellschaft durch das Netz verändert, zeigt Dirk Baecker am Beispiel Stuttgart 21. Wird die Politik, die es gewohnt war, auf die Beharrungskräfte zu setzen, umlernen? Wird sie noch genauer studieren, wie Barack Obama seinen Wahlkampf geführt hat? Wird sie lernen, das Internet vor sich her zu treiben?

Vorbild BBC - the Virtual Revolution

Marcus Schuler berichtete vor einiger Zeit über eine BBC-Serie zur Entwicklung und Bedeutung des Internets. Besonders interessant ist, wie die Kollegen auf der Insel die Logik des Netzes bei dieser Gelegenheit selber konsequent ausloten: 

Was für Marcus Schuler aber der eigentliche springende Punkt an dieser Doku-Reihe ist: "Ein Großteil des Materials der Reihe darf man als Privatperson herunterladen und nutzen. Dabei sind dieDownloads nicht etwa auf das Interview-Rohmaterial beschränkt. Im Gegenteil: Viele Aufnahmen – ein Kollege würde dazu “Beauty Shots” sagen –  Tricksequenzen und eben die Interviews – all dies darf man sich bei der BBC herunterladen, neu zusammenschneiden und auf seine Website stellen. Einzige Bedingungen: Das Material darf nicht kommerziell genutzt werden. Außerdem: Die BBC muss als Quelle genannt werden."

Übrigens ist das Material zu "The Virtual Revolution" mittlerweile im Internet auch außerhalb der BBC-Geoblocking-Zone abrufbar. 

 

Digital Natives im Enterprise 2.0 – Avantgarde oder Oberflächenkosmetik?

Passt der Begriff Digital Natives oder Digital Immigrants noch? Dieser Frage widmete sich das 33.Netzwerktreffen der Initiative Selbst GmbH e.V. Jörn Hendrik Ast war dabei:
Es gebe eher eine Aufteilung in digitale Besucher und Einwohner und weniger in digitale Eingeborene und Einwanderer. So warnte auch Thomas Sattelberger, Vorstandsmitglied der Selbst Gmbh und Personalvorstand der Telekom vor der Elitenbildung einer digitalen Avantgarde. Es ginge darum die Möglichkeiten für einen Wandel aus der digitalen Welt auch zu denen zu tragen, die sich nicht täglich damit auseinander setzen.

Peter Kruse hat ja eindrucksvoll dargelegt, wie gravierend sich die Wertewelten von Netzbesuchern und Netzbewohnern unterscheiden.
Dennoch darf man daran erinnern, dass die Unterscheidung auf die unterschiedliche Sozialisation der Jahrgänge vor und nach 1980 gemünzt war. Diese wird vermutlich für relevant bleiben, wenn man mit der Generationenbrille auf die Web-Nutzung schaut.

Für mich ist der Wechsel auf eine Unterscheidung, die die Werthaltung der Nutzer als Kriterium wählt, ein Zeichen dafür, dass sich die Netzkulturen stark ausdifferenzieren, weil viele "Digital Immigrants" ins Netz einsteigen. Umso wichtiger ist es, die integrierenden Kräften des Netzes zu suchen und zu nutzen.

Internet-Gemeinde wird brüchig - Blogger-Konferenz

Fördert das Web die Demokratie oder spielt es gar den Diktaturen dieser Welt in die Hände? Bei der Blogger-Konferenz re:publica sind die Brüche in der Internetgemeinde überdeutlich geworden. So ist der Tenor vieler Beobachter, nachzulesen z.B. bei epd-medien.

Das Internet wirkt auch hier wie ein Verstärker. Es scheint, als komme das Web 2.0 in eine neue Phase der Entwicklung. Mit der Breite und Intensität der Nutzung werden die unterschiedlichen Interessen und Werte umso deutlicher. Mir scheint, die analoge Welt verlängert sich mit ihren Sonnen- und Schattenseiten massiv in die digitale Welt. Wie sich die anderen Gesetzmäßigkeiten der digitalen Welt auswirken werden, weiss niemand zu sagen. Wir können uns jedoch sicher sein, dass sich das Netz mit seiner eigenen Logik nachhaltig auf das Zusammenleben der Menschen auswirken wird. Wie sagt Peter Kruse so treffend? Dies ließe sich nur verhindern, indem man das Netz abschaltete.

 

Auf dem Weg in den Informationscrash? - Max Otte in der SWR2 Aula

"Wir sind in einer Art informatorischem Überlebenskampf", so Max Otte in der Hörfunksendung bei der SWR2 Aula "Weniger ist mehr - Wie geht man mit der Informationsflut um?" Er sieht drei Ursachen für diesen Weg in die "Desinformationsgesellschaft", die sich in allen Bereichen zeige. Besonders gravierend in der Finanzkrise oder im Gesundheitsbereich bei vermeintlichen Epidemien wie SARS, Schweinegrippe oder Geflügelpest. 

Drei Ursachen sieht er für diese Entwicklung: 

1. Die Interessen der Wirtschaftsakteure

2. Die Schwäche der Medien

3. Die Schwäche des Staates

Die Wirtschaftsakteure bestimmen die Spielregeln für das Wirtschaften heute weitgehend selbst. Der Staat kann seiner Verpflichtung, regulierend einzugreifen, wenn sich Fehlentwicklungen zeigen, kaum noch nachkommen. Die Medien sind durch einen starken Kostendruck geschwächt worden und suchen ihr Heil in einer Boulevardisierung.

Zum Selberhören hier der Link: http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/-/id=660374/nid=660374/did=6095606/1bzw660/index.html