Digital Natives im Enterprise 2.0 – Avantgarde oder Oberflächenkosmetik?
Passt der Begriff Digital Natives oder Digital Immigrants noch? Dieser Frage widmete sich das 33.Netzwerktreffen der Initiative Selbst GmbH e.V. Jörn Hendrik Ast war dabei:
Es gebe eher eine Aufteilung in digitale Besucher und Einwohner und weniger in digitale Eingeborene und Einwanderer. So warnte auch Thomas Sattelberger, Vorstandsmitglied der Selbst Gmbh und Personalvorstand der Telekom vor der Elitenbildung einer digitalen Avantgarde. Es ginge darum die Möglichkeiten für einen Wandel aus der digitalen Welt auch zu denen zu tragen, die sich nicht täglich damit auseinander setzen.
via doubleyuu.com
Peter Kruse hat ja eindrucksvoll dargelegt, wie gravierend sich die Wertewelten von Netzbesuchern und Netzbewohnern unterscheiden.
Dennoch darf man daran erinnern, dass die Unterscheidung auf die unterschiedliche Sozialisation der Jahrgänge vor und nach 1980 gemünzt war. Diese wird vermutlich für relevant bleiben, wenn man mit der Generationenbrille auf die Web-Nutzung schaut.
Für mich ist der Wechsel auf eine Unterscheidung, die die Werthaltung der Nutzer als Kriterium wählt, ein Zeichen dafür, dass sich die Netzkulturen stark ausdifferenzieren, weil viele "Digital Immigrants" ins Netz einsteigen. Umso wichtiger ist es, die integrierenden Kräften des Netzes zu suchen und zu nutzen.