Karfreitagsstimmung oder Ostersonntagshoffnungen? Bernd Schmid in seinem Blog über neues Wirtschaften
Bahnt sich da ein Umschwung an, wie er durch das bekannte Bild von Yin und Yang illustriert wird? Sind da Pendel am Ende ihres Ausschlags und schwingen zurück? Treiben es davor die alten Kräfte auf die Spitze? Dominieren Verrücktheiten und Orientierungslosigkeit noch das Bild, während sich dahinter etwas Neues aufbaut? Sind düstere Aussichten auch ein Wahrnehmungsproblem? Ein fallender Baum macht mehr Lärm als ein wachsender Wald, lautet ein bekanntes tibetanisches Sprichwort. Oder etwas wissenschaftlicher in Begriffen von positiver und negativer Entropie: Auflösung von Ordnung ist leichter wahrnehmbar, weil Zerfall Energie freisetzt. Beim Aufbau des Neuen wird Energie gebunden. Es ist eine eigene Wahrnehmungskunst, heraufziehende, sich erst als Silberstreif am morgendlichen Horizont abzeichnende Entwicklungen zu erkennen.
"Am Ende müssen wir alle lernen zu vergehen." Das ist das ebenso nüchterne wie provozierende Fazit, das Bernd Schmid aus seinen Beobachtungen zieht. Ich fürchte, dem ist nichts entgegen zu setzen.