Rollenverständnis: Simons Systemische Kehrwoche - Blog Archive » Rollenverständnis
Es gibt ja, wenn man in Unternehmen schaut, sehr unterschiedliche Arten, wie Mitarbeiter ihre Rollen verstehen. Die meisten kümmern sich (immerhin!) darum, dass sie nach bestem Wissen und Gewissen all das tun, was nach ihrer Ansicht zu ihrer Rolle bzw. ihren “Pflichten” gehört. Allerdings ist das aus systemischer Sicht nur suboptimal. Denn sie denken meist ziemlich eng und sehen ihre Aufgabe allein auf ihren eigenen Arbeitsplatz oder ihre Stelle begrenzt.
...Wer sich darauf ausruht, dass er seine “Pflichten” erfüllt hat, obwohl dies nicht zum Ziel führt, hat irgendwie nicht verstanden, dass seine eigentliche Aufgabe darin besteht, bestimmte, das Überleben der Organisation sichernde bzw. ihre Funktion definierende Ziele zu erreichen statt irgendwelche Mittel anzuwenden oder isolierte Aufgaben zu erledigen. Ein Jammer (für alle Beteiligten).
Mir scheint, mit dem über viele Jahrzehnte geübten Abteilungsdenken hat sich diese Haltung vieler Mitarbeiter unwillkürlich entwickelt. Den erlebten Kontext für die eigene Rolle auf den Organisationszweck zu erweitern, ist eine große Aufgabe. Letztlich ist ein neues Rollenbewusstsein auch eine der großen Herausforderungen - aber auch eine Chance - für "Enterprise-2.0"-Konzepte.