oestermann's posterous http://oestermann.posterous.com Most recent posts at oestermann's posterous posterous.com Sun, 16 Oct 2011 08:07:00 -0700 Experimentieren als Lebensstil - Studie über die jungen Super-Opportunisten | GDI - Gottlieb Duttweiler Institute http://oestermann.posterous.com/experimentieren-als-lebensstil-studie-uber-di http://oestermann.posterous.com/experimentieren-als-lebensstil-studie-uber-di
Das GDI hat eine Studie über die "Twenty-Somethings" veröffentlicht, die sich dem Erwachsenwerden zu entziehen scheinen, gleichzeitig aber eine hohe Anpassungsfähigkeit zeigen.

Die Studie präsentiert eine Generation junger Menschen, bei der das Erwachsenwerden so spät stattfindet wie bei keiner zuvor: Immer mehr Junge durchlaufen eine längere Ausbildungszeit, absolvieren mehrere Praktika, bleiben länger zuhause wohnen und sind finanziell unselbständig. So zögern sie die Entscheide für einen «festen» Beruf und eine «feste» Partnerschaft oft bis in die 30-er Jahre heraus – ein Charakteristikum einer neuen Lebensphase, der so genannten Emerging Adulthood.

Die heutigen Twenty-Somethings sind erfolgsorientiert, aber gleichzeitig von grossen Unsicherheiten geprägt. Sie nehmen ihr Leben als Achterbahnfahrt wahr, mit Experimenten, Zweifeln, Scheitern, Orientierungslosigkeit und Neustarts. Kritiker werfen ihnen vor unselbständig, verantwortungsscheu und narzisstisch zu sein – doch sind sie einiges flexibler und anpassungsfähiger als vorgängige Generationen.

via gdi.ch

Hier geht's direkt zum Summary der Studie.

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Mon, 18 Apr 2011 14:01:29 -0700 Europa - die "alte Welt" oder die Welt der Alten? - Michael Wimmer über den "political divide" der Generationen http://oestermann.posterous.com/europa-die-alte-welt-oder-die-welt-der-alten http://oestermann.posterous.com/europa-die-alte-welt-oder-die-welt-der-alten

Mit dem Verlust des Politischen im Leben junger Menschen geht ein verhängnisvoller Verlust des Visionären einher: Nach den AutorInnen der Shell-Studie seien junge Menschen nicht mehr willens (oder in der Lage), gesellschaftliche Zukunftsszenarien zu entwerfen oder gar darauf hinzuarbeiten. Damit antizipieren die Jungen eine bereits früh von den Alten übernommene defensive gesellschaftliche Grundhaltung, in der Hoffnung, „dass alles so bleibt, wie es ist, und tunlichst keine Veränderungen stattfinden“ (Aussage eines 17-jährigen Lehrlings).

Diese umfassende Selbstbeschränkung jugendlicher Ambitionen auf Grund aussichtslos erscheinender, von den Alten errichteter Rahmenbedingungen wird durch die digitalen Medien – entgegen manchen Hoffnungen – nicht außer Kraft gesetzt. Es gibt nur wenig Indizien auf eine Online-Politisierung: „Aus der Sicht der jungen Social-Community-UserInnen sind Facebook und Co. weitgehend politik(freie) Zonen geblieben.“ Darüber hinaus würden ohnehin bloß anbiedernde PolitikerInnen auf Facebook weitgehend an der Zielgruppe „junge Menschen“ vorbei kommunizieren.

Aus diesen Befunden könnte man herauslesen, dass sich im Unterschied zu den aktuellen politischen Veränderungsprozessen in einer Reihe arabischer Länder, die von der jungen Generation getragen werden, weite Teile der europäischen Jugend zumindest vorerst mit ihrer schleichenden Ausgrenzung abgefunden haben. Mehr noch. Mit der erwartbaren Fortsetzung der aktuellen Krisenerscheinungen ist zu befürchten, dass sich der intergenerative „political divide“ zwischen den Generationen noch einmal weiter vertiefen wird, um auf diese Weise ein wachsendes vordergründig unpolitisches Stimmreservoir einer jugendlichen Verlierergeneration für politische Heilsbringer zu vergrößern.

via http://www.educult.at/index.php/Wimmer-s-monthly/806/0/

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Thu, 15 Apr 2010 11:25:28 -0700 Video & Folien zum grandiosen Vortrag von Prof. Peter Kruse — CARTA http://oestermann.posterous.com/video-and-folien-zum-grandiosen-vortrag-von-p http://oestermann.posterous.com/video-and-folien-zum-grandiosen-vortrag-von-p

Peter Kruse vertritt die These, dass der aktuelle Glaubenskrieg um die Bewertung des Internet die Entwicklung in Deutschland behindert. Spannend!

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Thu, 01 Apr 2010 05:53:29 -0700 Beständige Beziehungen im Netz - Mangelware? / Studie der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen http://oestermann.posterous.com/bestandige-beziehungen-im-netz-mangelware-stu http://oestermann.posterous.com/bestandige-beziehungen-im-netz-mangelware-stu

Kurz vor der Jahrhundertwende wurde weltweit die „Generation @“ als Leitbild einer neuen Computerkultur ausgerufen. Die nächste Generation sollte ganz selbstverständlich mit und in virtuellen Welten leben. Doch der von Bill Gates stolz propagierte „Web Lifestyle“ stößt in Deutschland zunehmend auf psychische und soziale Grenzen. Die „kaum mehr überschaubare Medienflut“ produziert Infostress: „Man fühlt sich förmlich überrollt“ meint mittlerweile eine knappe Mehrheit der Bevölkerung (1998: 40% - 2010: 51%). Und Internet, das Netz der Netze, ist inzwischen zur größten persönlichen Enttäuschung der Deutschen geworden. Eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger ist zu der Überzeugung gelangt: „Die mitmenschlichen Kontakte werden dadurch seltener. Die Vereinsamung nimmt eher zu“ (1998: 41% - 2010: 59%). Dies geht aus repräsentativen Vergleichsstudien der Jahre 1998 und 2010 hervor, in denen die BAT Stiftung für Zukunftsfragen bundesweit jeweils 2.000 Personen ab 14 Jahren nach ihren Einstellungen und Erfahrungen zur Medienentwicklung befragt hat.

„Im Internetzeitalter klaffen Wunsch und Wirklichkeit immer mehr auseinander“, so Prof. Dr. Horst W. Opaschowski, der Wissenschaftliche Leiter der Stiftung für Zukunftsfragen. „Neue Kontaktnetze sind oft nur einen Mausklick weit entfernt, können aber zwischenmenschliche Beziehungen immer weniger ersetzen, weil sie oberflächlich und beliebig bleiben. Mailen, Chatten und Surfen sind zwar zum digitalen Volkssport für die junge Generation geworden. Aber viele junge Leute zappen durch ihr Leben und warten auf Beständigkeit vergebens.“

Immer mehr junge Leute geben offen zu, dass sie im Internet selbst „eine Rolle spielen“ und „sich anders geben“ können als sie wirklich sind (1998: 29% - 2010: 49%). Auch nutzen viele den Computer als Rückzugsnische mit der Begründung, auf dieser Weise „dem Stress und der Hektik des Lebens zeitweilig zu entfliehen“ (1998: 30% - 2010: 44%). Gut ein Drittel der jungen Generation (1998: 30% - 2010: 37%) glaubt sogar, Defizite des Lebens durch die Beschäftigung mit dem Computer ausgleichen zu können. Professor Opaschowski: „Für die junge Mediengeneration ist die Computerkultur ein zweites Leben (‚Second Life’) geworden. Avatar lebt: Im Internet können sich die jungen Leute immer wieder neu erfinden. Der Wunsch kommt auf: Mehrere Leben leben!“ Dennoch glauben nur wenige (1998: 27% - 2010: 26%), dass diese Einstellung Auswirkungen auf die Werteorientierung ihres Lebens hat. Das Internet ist für sie nur eine Schau-Bühne, auf der sie spielen und gelegentlich auch probeleben können.

Die Öffentlichkeit des Netzes ist anscheinend eine unüberwindliche Hürde, wenn es darum geht, sich authentisch im Netz zu zeigen. Aber woran lässt sich überhaupt festmachen, was "echt" ist und was "Rollenspiel"?

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Sun, 07 Feb 2010 05:24:33 -0800 Digital Natives, eine Reportage bei 3sat - http://bit.ly/9Iny8w http://oestermann.posterous.com/digital-natives-eine-reportage-bei-3sat-httpb http://oestermann.posterous.com/digital-natives-eine-reportage-bei-3sat-httpb

Wie leben die nach 1980 Geborenen? Wie verändern sie die Gesellschaft? Darauf versucht ein TV-Beitrag auf 3sat Antworten zu geben.

Der Film zeichnet ein differenziertes Bild vom Lebensstil junger Leute, von ihrer Art, Freundschaften und Beziehungen zu pflegen, von ihrem Anspruch, Politik zu verändern, von ihrem Engagement für ein anderes Lernen, von ihren Vorstellungen einer kooperativen Arbeitswelt und ihrer Verantwortung in der Kindererziehung. 

Zu dem 45-Minuten-Film geht es hier 

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