oestermann's posterous http://oestermann.posterous.com Most recent posts at oestermann's posterous posterous.com Sun, 05 Aug 2012 05:38:00 -0700 On Transparency - documenta13 http://oestermann.posterous.com/on-transparency-documenta13 http://oestermann.posterous.com/on-transparency-documenta13

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Fri, 22 Jun 2012 10:31:00 -0700 "Grün von den Graswurzeln her" by Elinor Ostrom | Project Syndicate http://oestermann.posterous.com/grun-von-den-graswurzeln-her-by-elinor-ostrom http://oestermann.posterous.com/grun-von-den-graswurzeln-her-by-elinor-ostrom
Weltweit erleben wir, wie eine heterogene Ansammlung von Städten auf eine Weise interagiert, die weitreichenden Einfluss darauf haben könnte, wie sich das lebenserhaltende System der Erde weiterentwickelt. Diese Städte lernen voneinander, bauen auf guten Ideen auf und verwerfen weniger gute. Es dauerte Jahrzehnte, bis Los Angeles Maßnahmen zur Schadstoffbegrenzung ergriff, doch andere Städte, wie z.B. Peking, sind dann rasch auf den Zug aufgesprungen, als sie die Vorteile erkannten. Möglicherweise werden wir in den nächsten Jahrzehnten die Entstehung eines globalen Systems vernetzter nachhaltiger Städte erleben. Hat es Erfolg, wird jeder diesem Club beitreten wollen.

Grundsätzlich ist dies der richtige Ansatz zur Bewältigung von systemischen Risiken und Veränderungen komplexer, vernetzter Systeme und zum erfolgreichen Management gemeinsamer Ressourcen – auch wenn er sich auf den erbarmungslosen Anstieg der Klimagasemissionen bisher noch nicht merklich ausgewirkt hat.

Der KarmaKonsum-Blog erinnert an die Nobelpreisträgerin für Wirtschaftswissenschaften, die kürzlich verstorben ist.

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Sun, 13 May 2012 13:55:00 -0700 Cloud: Das Phänomen der "Masse" verschwindet - Sven Gabor Janszky http://oestermann.posterous.com/cloud-das-phanomen-der-masse-verschwindet-sve http://oestermann.posterous.com/cloud-das-phanomen-der-masse-verschwindet-sve

"Das Phänomen der 'Masse' wird allmählich verschwinden." Das meint der Trendforscher Sven Gabor Janzsky mit Blick auf das Phänomen Cloud. 

Denn die Cloud macht aus der bisherigen Masse von Menschen jeweils einzeln und 1:1 ansprechbare Individuen. Oder anders gesagt: Sobald ein Mensch sein Smartphone benutzt, wie man ein Smartphone benutzen kann, tritt er aus der Masse aus.

Das bedeutet: Es gibt keine „lenkbare“ Masse an Käufern mehr, wenn deren Einkaufszettel individuell zusammengestellt wird. Es gibt keine „lenkbare“ Masse an Zuschauern für Werbebotschaften mehr, wenn Fernsehprogramme und Zeitungen individuell zusammengestellt werden. Diese individuellen, intelligenten, elektronischen Assistenten sind das sichtbare Ergebnis der Cloud. 

Mehr dazu hier

 

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Sun, 06 May 2012 08:57:00 -0700 Freies Denken braucht freie Medien - ZDF Hyperland über Eben Moglen auf der re:publica #rp12 http://oestermann.posterous.com/freies-denken-braucht-freie-medien-zdf-hyperl http://oestermann.posterous.com/freies-denken-braucht-freie-medien-zdf-hyperl

Ein Plädoyer für die Bewahrung der Freiheit in der digitalen Gesellschaft hat Eben Moglen auf der re:publica gehalten. Er

spannt den Bogen sehr weit und beginnt mit der Geschichte des ersten Zugriffs auf geschriebene Information, in Europa: die Bibel. Die heilige Schrift der Christen wurde klassischerweise von Mönchen per Hand abgeschrieben – das heißt, die Information wurde schon damals kopiert. Doch nicht jeder hatte freien Zugriff auf diese extrem wertvollen Büchern, denn den Zugang kontrollierte allein die katholische Kirche.

Freies Lesen gab es erst, als das gedruckte Buch es erlaubte, auch weltliche Texte herzustellen. Das Buch galt danach über zwei Jahrhunderte als Medium für kommerzielle Subversion und unorthdoxes Denken. Es barg, so Moglen, vor allem die Möglichkeit, frei zu denken. Und das nicht nur, weil man das Buch mit einem Pseudonym versehen und beliebig verbreiten konnte. Sondern auch und vor allem, weil man es anonym lesen konnte.

Die Möglichkeit, etwas anonym Lesen zu können, ist laut Moglen der Schlüssel dazu, auch anonym und damit frei denken zu können. Und seiner Meinung nach setzen wir diese Möglichkeit derzeit aufs Spiel, indem wir uns allzu leichtfertig den bequemen Möglichkeiten von social media und Datenspeicherung hingeben. “Nicht wir konsumieren die Medien, sie konsumieren uns, indem sie uns überwachen, verfolgen und ausspionieren”, meint Mogeln. “Die Arbeit der Stasi erledigt heute Herr Zuckerberg.”

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Sun, 29 Apr 2012 02:33:00 -0700 Führt Professionalität in die Sackgasse? - Wort zum Tag auf SWR2 http://oestermann.posterous.com/fuhrt-professionalitat-in-die-sackgasse-wort http://oestermann.posterous.com/fuhrt-professionalitat-in-die-sackgasse-wort

So huldigen wir immer mehr dem Prinzip der Professionalität nach dem Motto: Solange du deinen Job professionell machst, machst du ihn gut. Ich bin überzeugt, dass dieser Weg in eine Sackgasse führt. Wir müssen uns weiter auf die Suche machen nach dem guten Leben für alle - gerade heute, wo die Gesellschaft immer mehr zu einer Welt-Gesellschaft wird. 

Dr. Marko Kuhn schreibt mit diesen Sätzen in einem Wort zum Tag auf SWR2 den Menschen an den Finanzmärkten, die z.B. an den Börsen mit Agrarrohstoffen spekulieren, Professionalität zu!  

Es scheint mir hier ein Missverständnis vorzuliegen, wenn ausgerechnet Professionalität als Quelle der Ungerechtigkeit in der Welt ausgemacht wird. Denn "Professionen zeichnen sich dadurch aus, dass sie auf zentrale existenzielle Bezüge des Menschen ausgerichtet sind." So Christoph Schmidt-Lellek, zitiert von Bernd Schmid in einem Papier über systemische Professionalität

Auch wenn der Begriff heute nicht mehr nur Seelsorgern, Ärzten, Juristen oder Lehrern vorbehalten ist, sondern auf andere Berufe ausgedehnt wird, so sollte doch genau der Beitrag zu einer humanen Wirtschafts- und Gesellschaftskultur begriffsprägend bleiben. 

Bernd Schmid meint dazu, das

Wort professionell wird allerdings auch oft verwendet, wenn zum Ausdruck gebracht werden soll, dass jemand eine Sache kompetent macht. Streng genommen wäre das Wort qualifiziert hier passender. 

Professionalisierung soll genau dazu beitragen. Nochmal Bernd Schmid:  

Wahrscheinlich wird erst umgekehrt ein Schuh daraus: Eine gelungene multidisziplinäre Auseinandersetzung mit der Berufs- und Organisationswelt stellt den entscheidenden Beitrag auch zur Gesundheit des Einzelnen und der Gesellschaft dar.


 

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Tue, 24 Apr 2012 09:06:00 -0700 Die Piraten und die Paradoxie der Transparenz http://oestermann.posterous.com/126024873 http://oestermann.posterous.com/126024873

Die Piraten haben es allerdings dabei mit einer Paradoxie zu tun: Die Transparenz, die sie fordern und wollen, führt dazu, dass ein interner Klärungsprozess gar nicht in Ruhe stattfinden kann, weil alles gleich öffentlich stattfindet.

Der Politikwissenschaftler Samuel Salzborn auf Tagesschau.de über die Piraten-Partei und die Chancen und Risiken der Internet-Demokratie. 

 

 

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Thu, 05 Apr 2012 09:28:00 -0700 Karfreitagsstimmung oder Ostersonntagshoffnungen? Bernd Schmid in seinem Blog über neues Wirtschaften http://oestermann.posterous.com/karfreitagsstimmung-oder-ostersonntagshoffnun http://oestermann.posterous.com/karfreitagsstimmung-oder-ostersonntagshoffnun
Bahnt sich da ein Umschwung an, wie er durch das bekannte Bild von Yin und Yang illustriert wird? Sind da Pendel am Ende ihres Ausschlags und schwingen zurück? Treiben es davor die alten Kräfte auf die Spitze? Dominieren Verrücktheiten und Orientierungslosigkeit noch das Bild, während sich dahinter etwas Neues aufbaut? Sind düstere Aussichten auch ein Wahrnehmungsproblem? Ein fallender Baum macht mehr Lärm als ein wachsender Wald, lautet ein bekanntes tibetanisches Sprichwort. Oder etwas wissenschaftlicher in Begriffen von positiver und negativer Entropie: Auflösung von Ordnung ist leichter wahrnehmbar, weil Zerfall Energie freisetzt. Beim Aufbau des Neuen wird Energie gebunden. Es ist eine eigene Wahrnehmungskunst, heraufziehende, sich erst als Silberstreif am morgendlichen Horizont abzeichnende Entwicklungen zu erkennen.

via http://www.systemische-professionalitaet.de/berndschmid/bernd-schmids-blog/

"Am Ende müssen wir alle lernen zu vergehen." Das ist das ebenso nüchterne wie provozierende Fazit, das Bernd Schmid aus seinen Beobachtungen zieht. Ich fürchte, dem ist nichts entgegen zu setzen.

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Sat, 18 Feb 2012 13:15:00 -0800 Das Netz, der Gulag unserer Zeit - Interview der taz mit Bazon Brock http://oestermann.posterous.com/das-netz-der-gulag-unserer-zeit-interview-der http://oestermann.posterous.com/das-netz-der-gulag-unserer-zeit-interview-der

Die Occupy-Bewegung ist wie die arabischen Volksaufstände von den neuen sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter geprägt worden. Sie haben das Internet einmal als "totalitär-faschistisches Weltlager der Zukunft" bezeichnet. Wie kommen Sie darauf?

Das Netz ist trotz dieser positiven Wirkungen der Gulag unserer Zeit.

Finden Sie?

Alle wissen alles über Sie, Ihre Daten werden lebenslang gespeichert, damit man Sie jederzeit in der Hand hat. Jedes Datum Ihrer Bewegungen, jedes Datum Ihres Austausches mit anderen Menschen, kann jederzeit von Machtinstitutionen kontrolliert und abgezogen werden. Wir werden es noch hinreichend erleben, wie durch so gewonnene Daten, die heute noch unter Terrorabwehr laufen, eines Tages unsere Demokratie aufgehoben wird. Die Erfahrungen mit der Staatssicherheit in der DDR und dem nationalsozialistischen Hitler-Regime lehren uns doch, wie schnell solche Daten missbräuchlich verwendet werden können.

Deutliche Worte!

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Sat, 28 Jan 2012 08:26:00 -0800 Die Giganten gestalten das Internet ohne die Nutzer - Jan van Dijk auf der x-mess http://oestermann.posterous.com/die-giganten-gestalten-das-internet-ohne-die http://oestermann.posterous.com/die-giganten-gestalten-das-internet-ohne-die

Es wird immer deutlicher, wie sich das Netz in eine Schieflage hinein entwickelt, wenn die Gegenbewegung ausbleibt. Der niederländische Soziologe Jan van Dijk, Universität Twente, hat die Entwicklung im November 2011 auf der x-mess in Berlin in aufrüttelnden Thesen auf den Punkt gebracht: 

Das Internet wird nicht von den Nutzern gestaltet, sondern von den mächtigen Intermediären wie Facebook, Google, Microsoft und Apple. Doch wer kontrolliert diese Giganten? 

Das Internet führt nicht zu mehr Demokratie und Gerechtigkeit. Vielmehr verstärkt die global vernetzte Gesellschaft die Ungleichheit auf allen Ebenen – zwischen Staaten ebenso wie zwischen Organisationen und Individuen. Immer weniger Firmen/Menschen werden immer größer/mächtiger (die »Knoten« im Netzwerk), während gleichzeitig immer mehr Firmen/Menschen immer unbe- deutender werden (der »Long Tail«). Die Mitte verschwindet – und damit der Kitt zwischen den beiden Polen.

Mehr dazu im Konferenzbericht der zfo

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Fri, 23 Dec 2011 00:37:00 -0800 Vaclav Havel: "... modern age has ended ..." - zitiert von Otto Scharmer http://oestermann.posterous.com/vaclav-havel-modern-age-has-ended-zitiert-von http://oestermann.posterous.com/vaclav-havel-modern-age-has-ended-zitiert-von

Havel hat die Rede am 4. Juli 1994 in Philadelphia gehalten. Nachzulesen unter http://www.worldtrans.org/

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Thu, 17 Nov 2011 12:30:00 -0800 Netzwerkgesellschaft und Anpassungsträgheit - Peter Wippermann http://oestermann.posterous.com/netzwerkgesellschaft-und-anpassungstragheit-p http://oestermann.posterous.com/netzwerkgesellschaft-und-anpassungstragheit-p
Die Arbeitswelt zeigt am deutlichsten die Entwicklung hin zur Netzwerkgesellschaft, so der Trendforscher Peter Wippermann im Radiointerview bei SWR1 Leute. Abzulesen an der zunehmenden Verschränkung von Privatzeit und Arbeitszeit, an mehr Eigeninitiative und Verantwortung für den Einzelnen und daran, dass die Menschen mehr an dem gemessen werden, was rauskommt. Und weiter: Die spontane Zusammenkunft, z.B. Smart Mobs, werde als Organisationsform nicht nur unsere Gesellschaft, sondern auch unsere Wirtschaft verändern. In der technologisch getriebenen Netzwerkgesellschaft könne man davon ausgehen, dass jeder zwei Identitäten habe, eine reale und eine aus Daten. Das Internet-Protokoll sehe 650 Billiarden Internet-Adressen pro Quadratmillimeter vor. "Wir müssen in der virtuellen Welt präsent sein, um Zugang zu Arbeitsplätzen, zu Wahlen, zu Gesundheitsleistungen zu haben."

Das Interview zum Nachhören gibt's bei SWR1

Beunruhigend, diese Aussichten. Wippermann weist aber auch darauf, dass erste Gegenbewegungen zu beobachten sind. Auch wenn kein Weg an der Netzwerkgesellschaft vorbei zu führen scheint, so ist auch klar, dass die Menschen gerade erst anfangen, Erfahrungen mit allgegenwärtigen Netz zu sammeln und es als Lebenswelt zu gestalten. Die Netztechnologie entwickelt sich eben schneller als die "anpassungsträge" Gesellschaft.

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Wed, 28 Sep 2011 13:36:00 -0700 Soziale Netze als stabilisierender Faktor? - Dirk Baecker http://oestermann.posterous.com/soziale-netze-als-stabilisierender-faktor-dir http://oestermann.posterous.com/soziale-netze-als-stabilisierender-faktor-dir
Nach Baeckers These stellt sich das Netzwerk der nächsten Gesellschaft bereits heute sehr heterogen dar und kann deshalb gut auf die Herausforderung der Computerisierung reagieren. So lassen sich etwa individuelle Ruhe- und Unruhezustände, bedingt durch den rasanten gesellschaftlichen Wandel mit seinem Computereinsatz, über die Einbettung in interaktive Netzwerke stabilisieren. Baecker begreift es als individuelles Defizit, wenn sich der moderne Mensch die Möglichkeiten von Social Media Tools wie Facebook, Twitter, Google+ etc. nicht zunutze macht. “Wer darüber heute lacht, dem wird das Lachen in fünf bis sechs Jahren vergangen sein”, prognostiziert der Kulturtheoretiker.

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Sat, 30 Apr 2011 03:23:26 -0700 Dirk Baecker über den Boden und die bodenlose Gesellschaft http://oestermann.posterous.com/dirk-baecker-uber-den-boden-und-die-bodenlose http://oestermann.posterous.com/dirk-baecker-uber-den-boden-und-die-bodenlose

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Mon, 18 Apr 2011 14:01:29 -0700 Europa - die "alte Welt" oder die Welt der Alten? - Michael Wimmer über den "political divide" der Generationen http://oestermann.posterous.com/europa-die-alte-welt-oder-die-welt-der-alten http://oestermann.posterous.com/europa-die-alte-welt-oder-die-welt-der-alten

Mit dem Verlust des Politischen im Leben junger Menschen geht ein verhängnisvoller Verlust des Visionären einher: Nach den AutorInnen der Shell-Studie seien junge Menschen nicht mehr willens (oder in der Lage), gesellschaftliche Zukunftsszenarien zu entwerfen oder gar darauf hinzuarbeiten. Damit antizipieren die Jungen eine bereits früh von den Alten übernommene defensive gesellschaftliche Grundhaltung, in der Hoffnung, „dass alles so bleibt, wie es ist, und tunlichst keine Veränderungen stattfinden“ (Aussage eines 17-jährigen Lehrlings).

Diese umfassende Selbstbeschränkung jugendlicher Ambitionen auf Grund aussichtslos erscheinender, von den Alten errichteter Rahmenbedingungen wird durch die digitalen Medien – entgegen manchen Hoffnungen – nicht außer Kraft gesetzt. Es gibt nur wenig Indizien auf eine Online-Politisierung: „Aus der Sicht der jungen Social-Community-UserInnen sind Facebook und Co. weitgehend politik(freie) Zonen geblieben.“ Darüber hinaus würden ohnehin bloß anbiedernde PolitikerInnen auf Facebook weitgehend an der Zielgruppe „junge Menschen“ vorbei kommunizieren.

Aus diesen Befunden könnte man herauslesen, dass sich im Unterschied zu den aktuellen politischen Veränderungsprozessen in einer Reihe arabischer Länder, die von der jungen Generation getragen werden, weite Teile der europäischen Jugend zumindest vorerst mit ihrer schleichenden Ausgrenzung abgefunden haben. Mehr noch. Mit der erwartbaren Fortsetzung der aktuellen Krisenerscheinungen ist zu befürchten, dass sich der intergenerative „political divide“ zwischen den Generationen noch einmal weiter vertiefen wird, um auf diese Weise ein wachsendes vordergründig unpolitisches Stimmreservoir einer jugendlichen Verlierergeneration für politische Heilsbringer zu vergrößern.

via http://www.educult.at/index.php/Wimmer-s-monthly/806/0/

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Sat, 02 Apr 2011 04:02:00 -0700 Fortschrittindex statt BIP: ein Schritt auf dem Weg zum nachhaltigen Wirtschaften http://oestermann.posterous.com/fortschrittindex-statt-bip-ein-schritt-auf-de http://oestermann.posterous.com/fortschrittindex-statt-bip-ein-schritt-auf-de

via http://www.wiwo.de/management-erfolg/die-vermessung-des-gluecks-458884/

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Sat, 29 Jan 2011 09:56:00 -0800 Kybernetischer Humanismus - Bernd Schmid Spezial http://oestermann.posterous.com/kybernetischer-humanismus-bernd-schmid-spezia http://oestermann.posterous.com/kybernetischer-humanismus-bernd-schmid-spezia

„Die höhere Vermittlung kann nur noch von der maschinistischen Moderne her geleistet werden. Sie muss sich als die größere menschliche Kraft erklären. Man muss Kybernetiker werden, um Humanist bleiben zu können. Von einer technohumanen Kultur, die mehr als eine erfolgreiche Barbarei sein will, werden vor allem zwei Dinge verlangt: psychologische Bildung und kulturelle Übersetzungsfähigkeit. Die Mathematiker müssen Poeten werden, die Kybernetiker Religionsphilosophen, die Ärzte Komponisten, die Informatiker Schamanen. Aber war Humanität je etwas anderes als die Kunst, Übergänge zu schaffen?“

Mit diesen Worten schließt Peter Sloterdijk eine Vorlesung im Rahmen des Studium Generale 2007 an der Universität Tübingen. Bernd Schmid lässt sich davon in seinem Blog zu Gedanken über die Steuerbarkeit "des Schiffes" in der heutigen Zeit anregen: 

Das Schiff muss gesteuert werden, soweit im Spiel dieser Kräfte Steuerung möglich ist. Und vielleicht ist es gar nicht so schlimm, wenn Machbarkeits- und Sicherheitsphantasien platzen. Dann können wir dem Diktat der Beherrschbarkeit ein neues aufgeklärtes Weltbild entgegenstellen, das kreative Gestaltung, aufeinander angewiesen sein und sich anheim stellen neu integriert. Da Expertokratien unsere Probleme offensichtlich nicht lösen, müssen und dürfen wir unser Schicksal wieder beherzt in die eigenen Hände nehmen. Regressionen in illusionäre Spielarten animistischer, maschinistischer und personalistischer Traditionen würden uns die Kraft dafür rauben und an der heute möglichen Menschenwürde zehren. Fundamentalismus jeder Couleur gießt nur Öl in ohnehin kaum zu begrenzende Brände. Wir brauchen eine neue Aufklärung und neue Koalitionen und Kooperationen auf allen Ebenen der Gesellschaft, wenn wir eine Chance haben wollen. Ein Zurück gibt es nicht. Vielleicht werden wir auf längere Zeit nicht bestimmen können, wo wir uns wirklich befinden und wie der neue Kurs sein soll. Was wir aber tun können, ist an Bord eine neue Kultur einüben, die das Aushalten von Unsicherheit, den Abschied von überkommenen Traditionen und die gemeinsame Entwicklung neuer Selbstverständnisse und Beziehungen integriert.

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Sun, 16 Jan 2011 01:46:00 -0800 Wirtschaftswissenschaften: Blind und geschichtslos | Philip Kovce in der SWR2 Aula http://oestermann.posterous.com/wirtschaftswissenschaften-blind-und-geschicht http://oestermann.posterous.com/wirtschaftswissenschaften-blind-und-geschicht
Der amerikanische Großindustrielle Henry Ford sagte mal, der Wohlstand einer Nation begänne schon im Klassenzimmer. Heute kann man ergänzen, dass sich dieser Wohlstand dann auch an der Universität fortsetzt. Und wenn man letzteres auf die Wirtschaftswissenschaften bezieht, dann gerät man in eine eher depressive Stimmung. Denn: Dieses Fach symbolisiert kaum den Wohlstand und schleppt mehrere Defizite mit sich. Es basiert erstens auf einer methodologischen Monokultur, zweitens ist es blind für die eigene Geschichte, drittens fehlt der Bezug zur Praxis.
Philip Kovce, Wirtschaftsstudent an der Universität Witten-Herdecke, beschreibt diese Defizite und zeigt konkrete Auswirkungen.
via swr.de

Kovce plädiert übrigens nicht nur für eine Umorientierung der Wirtschaftswissenschaften, sondern auch der journalistischen Leitmedien. Er zitiert Mintzberg, der vor Jahren schon den Anteil einer "aufgeblasenen Wirtschaftspresse" und eines "fragwürdigen Beratungswesens" an der Misere des ökonomischen Denkens beklagt hat. Die Medien sollen, so Kovce, den Mut aufbringen, souverän zu agieren, statt Lobbyisten nach dem Mund zu reden.

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Mon, 27 Dec 2010 01:31:00 -0800 Geht Selbstreflexion auf Kosten der Intuition? | oe1.ORF.at Wissen #denkräume http://oestermann.posterous.com/geht-selbstreflexion-auf-kosten-der-intuition http://oestermann.posterous.com/geht-selbstreflexion-auf-kosten-der-intuition
Welche Kulturtechniken unterstützen uns dabei, uns im Internet zurecht zu finden? Für Dirk Baecker bietet die Intuition eine gute Strategie im Umgang mit den Phänomenen der Unübersichtlichkeit. Und die können wir entwickeln. Im Zustand der schwebenden Aufmerksamkeit, die wir mit Hilfe eines Therapeuten oder Beraters lernen, fällt es leichter, eine Auswahl zu treffen, die mit unseren Erfahrungen und Gefühlen vereinbar ist. Doch für die israelische Soziologin Eva Illouz zeigt sich gerade hier ein Widerspruch, denn die Dynamik der psychologischen Reflexion und der Selbstreflexion bewirkt, dass Menschen gesellschaftliche Regeln immer stärker verinnerlichen. Sie lernen sich immer besser zu kontrollieren. Und das geht auf Kosten der Intuition.

Geht die Selbstreflexion des postmodernen Menschen auf Kosten der Intuition? Das österreichische Radioprogramm Ö1 wirft in einem Beitrag über die Therapiegesellschaft diese Frage auf.

Die Sendung steht im Netz zum Nachhören bereit.

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Mon, 01 Nov 2010 10:31:00 -0700 Das ganze Leben online - Sven Gábor Jánzsky bei der SWR2 Aula http://oestermann.posterous.com/das-ganze-leben-online-sven-gabor-janzsky-bei http://oestermann.posterous.com/das-ganze-leben-online-sven-gabor-janzsky-bei

Der Fernsehmonitor wird in der Tapete integriert sein. Der Couchtisch ist mit einer iPad-ähnlichen Tischplatte ausgestattet. Was macht der Tisch, wenn ich einen Joghurt-Becher mit Erdbeer-Geschmack draufstelle? Er registriert das und merkt sich, was mir besonders gut schmeckt. Die Zeitung der Zukunft ist aus verschiedenen Zeitungen zusammengestellt, nach meinen persönlichen Schlagworten, ganz persönlich morgens im Briefkasten. Wir zappen nicht mehr. Denn TV-Programme sind keine 24-Stunden-Programme mehr. In der Fernbedienung ist eine Software drin, die mir mein ganz persönliches Programm nach meinen Vorlieben zusammenstellt. Das Internet hat nichts mehr mit dem Computer zu tun. Es ist in jedem Gerät, weil Chips überall eingebaut werden können.

So beschreibt der Trendforscher Sven Gábor Jánszky das Wohnzimmer 2020 in einem Beitrag zur SWR2 Aula, in dem er uns die Lebenswelt 2020 vorstellt, wie sie aussehen kann - vorausgesetzt, wir wollen das so. Er findet gute Gründe, weshalb wir uns darauf einstellen sollten. Denn es hat ein Umdenken eingesetzt, z.B. beim Datenschutz. Der Datenschutz der Zukunft wird die persönlichen Daten nicht mehr in erster Linie vor dem Staat schützen. Er wird dazu beitragen, dass die Menschen ihre Daten veröffentlichen können, ohne ihre eigene Souveränität zu verlieren. 

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Sat, 09 Oct 2010 01:07:00 -0700 Protest zwischen Spaß und Stunk - Dirk Baecker über Stuttgart 21 und das Netz | SÜDKURIER Online http://oestermann.posterous.com/protest-zwischen-spass-und-stunk-dirk-baecker http://oestermann.posterous.com/protest-zwischen-spass-und-stunk-dirk-baecker

Das heißt, es gibt heute einen Kult um den Protest?

Ja, einen Spaß an der Form des Protests an sich. Bei Stuttgart 21 ist der Spaßfaktor allerdings gering, der Faktor des aus der Sicht der Gegner begründeten Protests dagegen sehr groß.

Politiker allerdings geben Zeitungen wie gewohnt Interviews, während Protestgruppen twittern, bloggen und facebooken. Hat im Kampf um die Deutungshoheit der die Nase vorn, der auf Multimedia setzt?

Nein. Wenn es um Aktualität geht, liegt er zwar vorn. Wenn es aber um die Information geht, um den Anlass eines Protests oder die Frage, wie lange man durchhalten und wen man zusätzlich noch ansprechen kann, dann wird man weiter auf Tageszeitungen, auf Rundfunksendungen und auf das Fernsehen zurückgreifen.

Wie sich die Gesellschaft durch das Netz verändert, zeigt Dirk Baecker am Beispiel Stuttgart 21. Wird die Politik, die es gewohnt war, auf die Beharrungskräfte zu setzen, umlernen? Wird sie noch genauer studieren, wie Barack Obama seinen Wahlkampf geführt hat? Wird sie lernen, das Internet vor sich her zu treiben?

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