oestermann's posterous http://oestermann.posterous.com Most recent posts at oestermann's posterous posterous.com Sun, 05 Aug 2012 05:38:00 -0700 On Transparency - documenta13 http://oestermann.posterous.com/on-transparency-documenta13 http://oestermann.posterous.com/on-transparency-documenta13

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Sun, 06 May 2012 08:57:00 -0700 Freies Denken braucht freie Medien - ZDF Hyperland über Eben Moglen auf der re:publica #rp12 http://oestermann.posterous.com/freies-denken-braucht-freie-medien-zdf-hyperl http://oestermann.posterous.com/freies-denken-braucht-freie-medien-zdf-hyperl

Ein Plädoyer für die Bewahrung der Freiheit in der digitalen Gesellschaft hat Eben Moglen auf der re:publica gehalten. Er

spannt den Bogen sehr weit und beginnt mit der Geschichte des ersten Zugriffs auf geschriebene Information, in Europa: die Bibel. Die heilige Schrift der Christen wurde klassischerweise von Mönchen per Hand abgeschrieben – das heißt, die Information wurde schon damals kopiert. Doch nicht jeder hatte freien Zugriff auf diese extrem wertvollen Büchern, denn den Zugang kontrollierte allein die katholische Kirche.

Freies Lesen gab es erst, als das gedruckte Buch es erlaubte, auch weltliche Texte herzustellen. Das Buch galt danach über zwei Jahrhunderte als Medium für kommerzielle Subversion und unorthdoxes Denken. Es barg, so Moglen, vor allem die Möglichkeit, frei zu denken. Und das nicht nur, weil man das Buch mit einem Pseudonym versehen und beliebig verbreiten konnte. Sondern auch und vor allem, weil man es anonym lesen konnte.

Die Möglichkeit, etwas anonym Lesen zu können, ist laut Moglen der Schlüssel dazu, auch anonym und damit frei denken zu können. Und seiner Meinung nach setzen wir diese Möglichkeit derzeit aufs Spiel, indem wir uns allzu leichtfertig den bequemen Möglichkeiten von social media und Datenspeicherung hingeben. “Nicht wir konsumieren die Medien, sie konsumieren uns, indem sie uns überwachen, verfolgen und ausspionieren”, meint Mogeln. “Die Arbeit der Stasi erledigt heute Herr Zuckerberg.”

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Tue, 24 Apr 2012 09:06:00 -0700 Die Piraten und die Paradoxie der Transparenz http://oestermann.posterous.com/126024873 http://oestermann.posterous.com/126024873

Die Piraten haben es allerdings dabei mit einer Paradoxie zu tun: Die Transparenz, die sie fordern und wollen, führt dazu, dass ein interner Klärungsprozess gar nicht in Ruhe stattfinden kann, weil alles gleich öffentlich stattfindet.

Der Politikwissenschaftler Samuel Salzborn auf Tagesschau.de über die Piraten-Partei und die Chancen und Risiken der Internet-Demokratie. 

 

 

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Sun, 19 Feb 2012 03:42:00 -0800 Hyperlinks untergraben Hierarchien - Cluetrain Manifest auf dem Prüfstand - brand eins 02/2012 http://oestermann.posterous.com/hyperlinks-untergraben-hierarchien-cluetrain http://oestermann.posterous.com/hyperlinks-untergraben-hierarchien-cluetrain
Das Cluetrain Manifest ist in die Jahre gekommen. Was ist aus heutiger Sicht dran an den Thesen von damals? Brandeins hat mit zwei Autoren, David Weinberger und Doc Searls, gesprochen. Wie schätzen sie z.B. die Zukunft hierarchischer Organisationen ein?

"Hyperlinks untergraben Hierarchien"

David Weinberger: Keine schlechte Hypothese. Natürlich geht die Debatte weiter, ob Technik an sich ausreicht, um menschliches Verhalten und menschliche Institutionen zu verändern. Ich glaube, wir haben noch gar nicht begriffen, welche subversiven Auswirkungen Hyperlinks auf traditionelle Hierarchien unserer westlichen Kultur haben.

Im Netz ist keine neue Art der Hierarchie entstanden, stattdessen existieren viele Topologien nebeneinander. Wir wissen heute dank Experten wie Clay Shirky oder Albert-László Barabási, dass Netzwerke in der Regel ein paar besonders gut verbundene Knotenpunkte besitzen. Sie haben also keine Hierarchien, sondern eine Struktur, in der einige Menschen mehr Einfluss haben als andere. Das ist eine wichtige Erkenntnis, denn so können auch kleine Details aus dem Untergrund zum Vorschein kommen, ohne dass sie jemand unter den Teppich kehren kann.

Doc Searls: Wenn ich eine These aus den ersten zehn auswählen sollte, dann diese. Sie ist der Grund, weshalb Hierarchen Hyperlinks ausradieren wollen - und alles, was an diesen Verbindungen zur Außenwelt hängt. Sie haben sogar mäßigen Erfolg gehabt. Ich habe zwei längere Beiträge zu diesem Thema auf meinem Blog veröffentlicht: "Be Careful About What You Call Dead" (http://hvrd.me/rwF1Gx) und "Broadband vs. Internet" (http://hvrd.me/sGlJwh)

Hierarchien wird es immer geben, selbst wenn sie vielerorts untergraben werden. Aber die Veränderungen in hierarchischen Organisationen und Unternehmen, von denen vor allem David Weinberger in seinen letzten drei Büchern spricht, sind unwiderlegbar und gehen ungebremst weiter.

 

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Sat, 18 Feb 2012 13:15:00 -0800 Das Netz, der Gulag unserer Zeit - Interview der taz mit Bazon Brock http://oestermann.posterous.com/das-netz-der-gulag-unserer-zeit-interview-der http://oestermann.posterous.com/das-netz-der-gulag-unserer-zeit-interview-der

Die Occupy-Bewegung ist wie die arabischen Volksaufstände von den neuen sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter geprägt worden. Sie haben das Internet einmal als "totalitär-faschistisches Weltlager der Zukunft" bezeichnet. Wie kommen Sie darauf?

Das Netz ist trotz dieser positiven Wirkungen der Gulag unserer Zeit.

Finden Sie?

Alle wissen alles über Sie, Ihre Daten werden lebenslang gespeichert, damit man Sie jederzeit in der Hand hat. Jedes Datum Ihrer Bewegungen, jedes Datum Ihres Austausches mit anderen Menschen, kann jederzeit von Machtinstitutionen kontrolliert und abgezogen werden. Wir werden es noch hinreichend erleben, wie durch so gewonnene Daten, die heute noch unter Terrorabwehr laufen, eines Tages unsere Demokratie aufgehoben wird. Die Erfahrungen mit der Staatssicherheit in der DDR und dem nationalsozialistischen Hitler-Regime lehren uns doch, wie schnell solche Daten missbräuchlich verwendet werden können.

Deutliche Worte!

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Sat, 28 Jan 2012 08:26:00 -0800 Die Giganten gestalten das Internet ohne die Nutzer - Jan van Dijk auf der x-mess http://oestermann.posterous.com/die-giganten-gestalten-das-internet-ohne-die http://oestermann.posterous.com/die-giganten-gestalten-das-internet-ohne-die

Es wird immer deutlicher, wie sich das Netz in eine Schieflage hinein entwickelt, wenn die Gegenbewegung ausbleibt. Der niederländische Soziologe Jan van Dijk, Universität Twente, hat die Entwicklung im November 2011 auf der x-mess in Berlin in aufrüttelnden Thesen auf den Punkt gebracht: 

Das Internet wird nicht von den Nutzern gestaltet, sondern von den mächtigen Intermediären wie Facebook, Google, Microsoft und Apple. Doch wer kontrolliert diese Giganten? 

Das Internet führt nicht zu mehr Demokratie und Gerechtigkeit. Vielmehr verstärkt die global vernetzte Gesellschaft die Ungleichheit auf allen Ebenen – zwischen Staaten ebenso wie zwischen Organisationen und Individuen. Immer weniger Firmen/Menschen werden immer größer/mächtiger (die »Knoten« im Netzwerk), während gleichzeitig immer mehr Firmen/Menschen immer unbe- deutender werden (der »Long Tail«). Die Mitte verschwindet – und damit der Kitt zwischen den beiden Polen.

Mehr dazu im Konferenzbericht der zfo

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Thu, 08 Dec 2011 22:28:00 -0800 «Spannend wird es, wenn wir die Fernbedienung loswerden» - Interview mit Robert Amlung, ZDF - tagesanzeiger.ch http://oestermann.posterous.com/spannend-wird-es-wenn-wir-die-fernbedienung-l http://oestermann.posterous.com/spannend-wird-es-wenn-wir-die-fernbedienung-l
Apps werden auch auf dem Fernseher ihren Platz finden. So richtig spannend wird es aber erst, wenn wir die herkömmliche Fernbedienung mit ihren Beschränkungen loswerden. Und das wird dann geschehen, wenn wir den Fernseher mit einer App auf unserem Smartphone oder Tablet bedienen können. Die ersten Geräte gibt es schon, die dieses Bedienkonzept umsetzen. Hier ist aber noch viel Arbeit nötig, bis das mit jedem Fernseher funktioniert.

Apple TV werde nur eine Chance haben, so Amlung in dem Interview, wenn es Apple gelinge, die großen TV-Anbieter ins Boot zu holen.

Auf das Interview bin ich aufmerksam geworden. Artikel bin ich gestoßen bei http://www.olivervonarx.ch/robert-amlung-wie-sieht-der-tvkonsument-von-morgen...

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Sat, 03 Dec 2011 03:49:00 -0800 Jedes größere Unternehmen wird zum Sender - Interview mit Gerd Leonhard - ConventionCamp 2011 #cch11 http://oestermann.posterous.com/jedes-grossere-unternehmen-wird-zum-sender-in http://oestermann.posterous.com/jedes-grossere-unternehmen-wird-zum-sender-in

"Wir werden in fünf Jahren nur noch auf mobilen Geräten im Netz unterwegs sein", meinte der Zukunftsforscher Gerd Leonhard auf der ConventionCamp 2011. Print werde nur noch zweite Option sein, allein schon aus Kostengründen! Seine eindeutige Empfehlung an die Verlage: News vom Papier lösen.

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Thu, 17 Nov 2011 12:30:00 -0800 Netzwerkgesellschaft und Anpassungsträgheit - Peter Wippermann http://oestermann.posterous.com/netzwerkgesellschaft-und-anpassungstragheit-p http://oestermann.posterous.com/netzwerkgesellschaft-und-anpassungstragheit-p
Die Arbeitswelt zeigt am deutlichsten die Entwicklung hin zur Netzwerkgesellschaft, so der Trendforscher Peter Wippermann im Radiointerview bei SWR1 Leute. Abzulesen an der zunehmenden Verschränkung von Privatzeit und Arbeitszeit, an mehr Eigeninitiative und Verantwortung für den Einzelnen und daran, dass die Menschen mehr an dem gemessen werden, was rauskommt. Und weiter: Die spontane Zusammenkunft, z.B. Smart Mobs, werde als Organisationsform nicht nur unsere Gesellschaft, sondern auch unsere Wirtschaft verändern. In der technologisch getriebenen Netzwerkgesellschaft könne man davon ausgehen, dass jeder zwei Identitäten habe, eine reale und eine aus Daten. Das Internet-Protokoll sehe 650 Billiarden Internet-Adressen pro Quadratmillimeter vor. "Wir müssen in der virtuellen Welt präsent sein, um Zugang zu Arbeitsplätzen, zu Wahlen, zu Gesundheitsleistungen zu haben."

Das Interview zum Nachhören gibt's bei SWR1

Beunruhigend, diese Aussichten. Wippermann weist aber auch darauf, dass erste Gegenbewegungen zu beobachten sind. Auch wenn kein Weg an der Netzwerkgesellschaft vorbei zu führen scheint, so ist auch klar, dass die Menschen gerade erst anfangen, Erfahrungen mit allgegenwärtigen Netz zu sammeln und es als Lebenswelt zu gestalten. Die Netztechnologie entwickelt sich eben schneller als die "anpassungsträge" Gesellschaft.

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Sun, 13 Feb 2011 05:40:00 -0800 Die Rückkehr des qualitativen Journalismus im Netz - Peter Kruse im Interview mit Cicero http://oestermann.posterous.com/die-ruckkehr-des-qualitativen-journalismus-im http://oestermann.posterous.com/die-ruckkehr-des-qualitativen-journalismus-im
Im Interview mit Cicero interpretiert Peter Kruse die Rolle des Internets bei der Revolution 2.0 in Ägypten und die Auswirkungen des Internets als neuer Form der Berichterstattung auf den Qualitätsjournalismus. Warum wir auf die Rückkehr des Qualitätsjournalismus angewiesen sind ...
Das Netz hat ein Grundsatzproblem. Die Informationen werden aus dem Kontext gelöst. Es ist das gleiche, als ob keine Bücher mehr geschrieben würden, sondern nur noch Zitate. Ein Aphorismus beispielsweise ist ein sehr kontextreicher Kurztext. Der Kontext muss aber erkannt werden, um den Aphorismus zu verstehen. Das Internet löst diese Kontexte radikal auf. Wir haben einen Strom von Echtzeitinformation in permanent neuen Kontexten. Das macht das Verstehen unglaublich schwer.
Die Gefahr der Missdeutung von Information ist unglaublich groß. Außer in bestimmten communities – semantischen Räumen, in denen die Menschen gemeinsam die Information bearbeiten – fällt das musterbildende Verstehen, das Nachvollziehen von Trends oder das Diskutieren von Themen schwer. Wikipedia beispielsweise funktioniert nur deshalb so gut, da man schnell und sicher sagen kann, was richtig und was falsch ist. Stellen Sie sich vor, es gäbe Wikipedia über das Thema Ethik. Es wäre ungleich schwieriger, zu sagen, was richtig und was falsch sei. Das Thema wird diskursabhängig und Diskurs braucht Dauer, also genau das, was dem Internet fehlt.

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Thu, 10 Feb 2011 10:40:00 -0800 Cisco-Studie: 2015 werden zwei Drittel der Daten Videos sein - do-it.online http://oestermann.posterous.com/cisco-studie-2015-werden-zwei-drittel-der-dat http://oestermann.posterous.com/cisco-studie-2015-werden-zwei-drittel-der-dat
Weltweit werden 2015 mehr als 5,6 Milliarden Tablet-PCs und Smartphones verwendet. Hinzu kommen 1,5 Milliarden Knoten für die Maschine-zu-Maschine-Kommunikation. Die Gesamtzahl entspricht dann fast der Weltbevölkerung von geschätzt 7,2 Milliarden Menschen. Bei den Geräten weisen Tablet-PCs das größte Wachstum auf: 2015 wird es 205-mal mehr geben als 2010. Videos werden in vier Jahren für 66 Prozent des gesamten mobilen Datenverkehrs verantwortlich sein. Dies entspricht einer Steigerung um das 35-Fache im Vergleich zu 2010 und damit der höchsten Rate aller mobilen Anwendungen.

Der Cisco VNI Global Mobile Data Forecast basiert auf unabhängigen Vorhersagen von Analysten sowie Messwerten zur mobilen Datenübertragung. Darauf aufbauend hat Cisco eigene Schätzungen für die Akzeptanz von mobilen Anwendungen sowie der Nutzungs- und Datenübertragungsraten getroffen. Darin eingeflossen sind Zahlen für die mobile Breitbandgeschwindigkeit und Geräteleistungen.

Und wie reagiert Google auf diese Entwicklung? Eric Schmidt schon vor einem Jahr: "Deshalb heisst das Prinzip für Google ab jetzt: Mobile first."

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Mon, 27 Dec 2010 01:31:00 -0800 Geht Selbstreflexion auf Kosten der Intuition? | oe1.ORF.at Wissen #denkräume http://oestermann.posterous.com/geht-selbstreflexion-auf-kosten-der-intuition http://oestermann.posterous.com/geht-selbstreflexion-auf-kosten-der-intuition
Welche Kulturtechniken unterstützen uns dabei, uns im Internet zurecht zu finden? Für Dirk Baecker bietet die Intuition eine gute Strategie im Umgang mit den Phänomenen der Unübersichtlichkeit. Und die können wir entwickeln. Im Zustand der schwebenden Aufmerksamkeit, die wir mit Hilfe eines Therapeuten oder Beraters lernen, fällt es leichter, eine Auswahl zu treffen, die mit unseren Erfahrungen und Gefühlen vereinbar ist. Doch für die israelische Soziologin Eva Illouz zeigt sich gerade hier ein Widerspruch, denn die Dynamik der psychologischen Reflexion und der Selbstreflexion bewirkt, dass Menschen gesellschaftliche Regeln immer stärker verinnerlichen. Sie lernen sich immer besser zu kontrollieren. Und das geht auf Kosten der Intuition.

Geht die Selbstreflexion des postmodernen Menschen auf Kosten der Intuition? Das österreichische Radioprogramm Ö1 wirft in einem Beitrag über die Therapiegesellschaft diese Frage auf.

Die Sendung steht im Netz zum Nachhören bereit.

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Sat, 11 Dec 2010 00:28:00 -0800 Facebook - unverzichtbar? | Social Media Today http://oestermann.posterous.com/facebook-unverzichtbar-social-media-today http://oestermann.posterous.com/facebook-unverzichtbar-social-media-today
In ihrer Facebook-Bilanz "10 Things I Learned About Facebook in 2010" schreibt Tia Anderson:

2. The majority of people who leave Facebook come back.

Of my friends who’ve deactivated their accounts, most end up unable to live without it and return within a few months, as the connections made through Facebook and the information available proves useful for personal or professional networking.

Sind wir wirklich schon so abhängig von Facebook? Tia Anderson zieht eine durchaus differenzierte Bilanz über das Phänomen Facebook. Dennoch finde ich es höchst Besorgnis erregend, wenn Aussteiger wieder zurückkehren (müssen)!

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Sat, 06 Nov 2010 04:57:00 -0700 Arbeitsplatz der Zukunft: Immer mehr geht in der Cloud - Digital naiv - Stefan63's Blog http://oestermann.posterous.com/arbeitsplatz-der-zukunft-immer-mehr-geht-in-d http://oestermann.posterous.com/arbeitsplatz-der-zukunft-immer-mehr-geht-in-d

Webbasierte E-Mail und Kalender-Funktionen als Standard. Wie in der privaten Nutzung mit Yahoo-Mail oder Web.de werden immer mehr Anwender auch im Unternehmen browserbasiert und eben von verschiedenen Devices (Smartphone, Tablet) E-Mails bearbeiten.

Vom Adressbuch zum Netzwerk: Die bestehenden Adressbücher werden übernommen und sind Ausgangspunkt zum Aufbau eines Netzwerkes , in dem man arbeitet und kommuniziert.

Anwender und Kontakte werden in Communities organisiert beziehungsweise organisieren sich viral selbst. Communities meint hier den Zusammenschluss und die Organisation bestimmter Personen zu gemeinsamen Projekten, in den man Daten und Dateien austauscht, Lesezeichen teilt und zu Themen diskutiert.

Dateien liegen dabei verstärkt in der Wolke und werden (hoffentlich) nicht mehr so oft als Attachment verschickt. Das Dropbox-Prinzip hält auch in Unternehmen Einzug. Dateien sind online für verschiedene Devices verfügbar und ich kann diese Anderen (oder auch einer Community) gezielt verfügbar machen, zum Lesen oder Bearbeiten.

Und das gilt ebenso für Aktivitäten, quasi ein Mini-Projektmanagement-Werkzeug. In LotusLive haben wir damit zum Beispiel gemeinsam mit einer Vielzahl externer Partner das IBM Lotus JamCamp in diesem Jahr organisiert und sind derzeit dabei, die zweite Ausgabe im nächsten Frühsommer zu planen.

Online-Konferenzen werden ein alltägliches Werkzeug werden. Man kann Personen online zusammenschalten, sich gemeinsam Daten und Dateien anschauen, Projekte besprechen und das dokumentieren. Dies geschieht ad hoc mit wenigen Mausklicks ohne lange technische Vorbereitung.

Eine Chat-Funktion für den schnellen Austausch darf natürlich auch nicht fehlen, inklusive der Einbindung externer Services wie Skype.

Ein zusätzliches Highlight wird dann noch die gemeinsame Live-Bearbeitung von Dokumenten im Team, inklusive der Möglichkeit, bestimmten Autoren bestimmte Textbereiche oder Kapitel zum Schreiben oder Redigieren zuzuweisen.

Das sind die Funktionen, die nach und nach in die Cloud wandern werden. So beschreibt es Stefan Pfeiffer von IBM. Auch wenn Cloud-Computing zunächst der nächste Hype sein wird, so scheinen kaum Zweifel daran, dass wir es letztlich mit einem fundamentalen Entwicklungssprung für die Unternehmens-IT zu tun haben.

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Sat, 09 Oct 2010 01:07:00 -0700 Protest zwischen Spaß und Stunk - Dirk Baecker über Stuttgart 21 und das Netz | SÜDKURIER Online http://oestermann.posterous.com/protest-zwischen-spass-und-stunk-dirk-baecker http://oestermann.posterous.com/protest-zwischen-spass-und-stunk-dirk-baecker

Das heißt, es gibt heute einen Kult um den Protest?

Ja, einen Spaß an der Form des Protests an sich. Bei Stuttgart 21 ist der Spaßfaktor allerdings gering, der Faktor des aus der Sicht der Gegner begründeten Protests dagegen sehr groß.

Politiker allerdings geben Zeitungen wie gewohnt Interviews, während Protestgruppen twittern, bloggen und facebooken. Hat im Kampf um die Deutungshoheit der die Nase vorn, der auf Multimedia setzt?

Nein. Wenn es um Aktualität geht, liegt er zwar vorn. Wenn es aber um die Information geht, um den Anlass eines Protests oder die Frage, wie lange man durchhalten und wen man zusätzlich noch ansprechen kann, dann wird man weiter auf Tageszeitungen, auf Rundfunksendungen und auf das Fernsehen zurückgreifen.

Wie sich die Gesellschaft durch das Netz verändert, zeigt Dirk Baecker am Beispiel Stuttgart 21. Wird die Politik, die es gewohnt war, auf die Beharrungskräfte zu setzen, umlernen? Wird sie noch genauer studieren, wie Barack Obama seinen Wahlkampf geführt hat? Wird sie lernen, das Internet vor sich her zu treiben?

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Sun, 27 Jun 2010 04:27:00 -0700 Vorbild BBC - the Virtual Revolution http://oestermann.posterous.com/vorbild-bbc-the-virtual-revolution http://oestermann.posterous.com/vorbild-bbc-the-virtual-revolution

Marcus Schuler berichtete vor einiger Zeit über eine BBC-Serie zur Entwicklung und Bedeutung des Internets. Besonders interessant ist, wie die Kollegen auf der Insel die Logik des Netzes bei dieser Gelegenheit selber konsequent ausloten: 

Was für Marcus Schuler aber der eigentliche springende Punkt an dieser Doku-Reihe ist: "Ein Großteil des Materials der Reihe darf man als Privatperson herunterladen und nutzen. Dabei sind dieDownloads nicht etwa auf das Interview-Rohmaterial beschränkt. Im Gegenteil: Viele Aufnahmen – ein Kollege würde dazu “Beauty Shots” sagen –  Tricksequenzen und eben die Interviews – all dies darf man sich bei der BBC herunterladen, neu zusammenschneiden und auf seine Website stellen. Einzige Bedingungen: Das Material darf nicht kommerziell genutzt werden. Außerdem: Die BBC muss als Quelle genannt werden."

Übrigens ist das Material zu "The Virtual Revolution" mittlerweile im Internet auch außerhalb der BBC-Geoblocking-Zone abrufbar. 

 

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Fri, 28 May 2010 11:48:00 -0700 Digital Natives im Enterprise 2.0 – Avantgarde oder Oberflächenkosmetik? http://oestermann.posterous.com/digital-natives-im-enterprise-20-avantgarde-o http://oestermann.posterous.com/digital-natives-im-enterprise-20-avantgarde-o
Passt der Begriff Digital Natives oder Digital Immigrants noch? Dieser Frage widmete sich das 33.Netzwerktreffen der Initiative Selbst GmbH e.V. Jörn Hendrik Ast war dabei:
Es gebe eher eine Aufteilung in digitale Besucher und Einwohner und weniger in digitale Eingeborene und Einwanderer. So warnte auch Thomas Sattelberger, Vorstandsmitglied der Selbst Gmbh und Personalvorstand der Telekom vor der Elitenbildung einer digitalen Avantgarde. Es ginge darum die Möglichkeiten für einen Wandel aus der digitalen Welt auch zu denen zu tragen, die sich nicht täglich damit auseinander setzen.

Peter Kruse hat ja eindrucksvoll dargelegt, wie gravierend sich die Wertewelten von Netzbesuchern und Netzbewohnern unterscheiden.
Dennoch darf man daran erinnern, dass die Unterscheidung auf die unterschiedliche Sozialisation der Jahrgänge vor und nach 1980 gemünzt war. Diese wird vermutlich für relevant bleiben, wenn man mit der Generationenbrille auf die Web-Nutzung schaut.

Für mich ist der Wechsel auf eine Unterscheidung, die die Werthaltung der Nutzer als Kriterium wählt, ein Zeichen dafür, dass sich die Netzkulturen stark ausdifferenzieren, weil viele "Digital Immigrants" ins Netz einsteigen. Umso wichtiger ist es, die integrierenden Kräften des Netzes zu suchen und zu nutzen.

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Thu, 29 Apr 2010 10:20:00 -0700 Navigieren ohne Mausklicks - http://www.andreaslutz.com/ http://oestermann.posterous.com/navigieren-ohne-mausklicks-httpwwwandreaslutz http://oestermann.posterous.com/navigieren-ohne-mausklicks-httpwwwandreaslutz

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Wed, 21 Apr 2010 01:05:00 -0700 Internet-Gemeinde wird brüchig - Blogger-Konferenz http://oestermann.posterous.com/internet-gemeinde-wird-bruchig-blogger-konfer http://oestermann.posterous.com/internet-gemeinde-wird-bruchig-blogger-konfer

Fördert das Web die Demokratie oder spielt es gar den Diktaturen dieser Welt in die Hände? Bei der Blogger-Konferenz re:publica sind die Brüche in der Internetgemeinde überdeutlich geworden. So ist der Tenor vieler Beobachter, nachzulesen z.B. bei epd-medien.

Das Internet wirkt auch hier wie ein Verstärker. Es scheint, als komme das Web 2.0 in eine neue Phase der Entwicklung. Mit der Breite und Intensität der Nutzung werden die unterschiedlichen Interessen und Werte umso deutlicher. Mir scheint, die analoge Welt verlängert sich mit ihren Sonnen- und Schattenseiten massiv in die digitale Welt. Wie sich die anderen Gesetzmäßigkeiten der digitalen Welt auswirken werden, weiss niemand zu sagen. Wir können uns jedoch sicher sein, dass sich das Netz mit seiner eigenen Logik nachhaltig auf das Zusammenleben der Menschen auswirken wird. Wie sagt Peter Kruse so treffend? Dies ließe sich nur verhindern, indem man das Netz abschaltete.

 

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Sun, 18 Apr 2010 05:49:00 -0700 Auf dem Weg in den Informationscrash? - Max Otte in der SWR2 Aula http://oestermann.posterous.com/auf-dem-weg-in-den-informationscrash-max-otte http://oestermann.posterous.com/auf-dem-weg-in-den-informationscrash-max-otte

"Wir sind in einer Art informatorischem Überlebenskampf", so Max Otte in der Hörfunksendung bei der SWR2 Aula "Weniger ist mehr - Wie geht man mit der Informationsflut um?" Er sieht drei Ursachen für diesen Weg in die "Desinformationsgesellschaft", die sich in allen Bereichen zeige. Besonders gravierend in der Finanzkrise oder im Gesundheitsbereich bei vermeintlichen Epidemien wie SARS, Schweinegrippe oder Geflügelpest. 

Drei Ursachen sieht er für diese Entwicklung: 

1. Die Interessen der Wirtschaftsakteure

2. Die Schwäche der Medien

3. Die Schwäche des Staates

Die Wirtschaftsakteure bestimmen die Spielregeln für das Wirtschaften heute weitgehend selbst. Der Staat kann seiner Verpflichtung, regulierend einzugreifen, wenn sich Fehlentwicklungen zeigen, kaum noch nachkommen. Die Medien sind durch einen starken Kostendruck geschwächt worden und suchen ihr Heil in einer Boulevardisierung.

Zum Selberhören hier der Link: http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/-/id=660374/nid=660374/did=6095606/1bzw660/index.html 

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