oestermann's posterous http://oestermann.posterous.com Most recent posts at oestermann's posterous posterous.com Fri, 02 Nov 2012 04:02:00 -0700 Kluft zwischen möglichen Netzeffekten und den emotionalen Fähigkeiten des Einzelnen - GDI Studie über Transparenz http://oestermann.posterous.com/kluft-zwischen-moglichen-netzeffekten-und-den http://oestermann.posterous.com/kluft-zwischen-moglichen-netzeffekten-und-den

«It’s difficult to think of any information in the modern world which doesn’t acquire more meaning, power, richness, context, substance and impact by being intelligently linked to other information.» so Alan Rusbridger, Chefredakteur des Guardian. 

Das GDI sieht in einer neuen Studie über die Chancen der Transparenz "eine wachsende Kluft zwischen dem möglichen Mehrwert eines Netzwerks und der mentalen und emotionalen Fähigkeit eines Einzelnen, diese Netzeffekte zu erschliessen." Die Menschen brauchen "Systeme (künstliche Intelligenzen), die die schnell anschwellende Datenflut sinnvoll verarbeiten und analysieren können. Und wir sind auf neue Dienstleistungen angewiesen, die das kollektive Wissen für uns Nutzer erschliessen."

Hier liegen Herausforderungen und Chancen für die klassischen Medien, z.B. durch Visualisierung von sozialen Daten für ein besseres Verständnis der komplexen Wechselwirkungen und Zusammenhänge zu sorgen. 

via http://www.gdi.ch/de/Think-Tank/Studien/Product-Detail/7  


  

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Fri, 21 Sep 2012 03:02:00 -0700 Wortwolke der Rede des neuen BBC-Chefs - Reportr.net http://oestermann.posterous.com/wortwolke-der-rede-des-neuen-bbc-chefs-report http://oestermann.posterous.com/wortwolke-der-rede-des-neuen-bbc-chefs-report

Der neue BBC-Chef George Entwistle hat in seiner Rede die Kreativität, das Publikum und den Glauben an die eigenen Fähgkeiten in den Mittelpunkt gestellt. Das zeigt die Wortwolke seiner Antrittsrede an die BBC-Beschäftigten. 

 

Wie so oft, wenn ein die Herausforderungen der Zukunft betont werden, empfinden auch in diesem Fall manche Stimmen die bisherigen Leistungen zu wenig gewürdigt. Es wird spannend sein, ob und wie der BBC die angestrebte Integration gelingt.

 

via reportr.net

 

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Sun, 10 Jun 2012 03:07:00 -0700 Kurator - das neue Bild des Journalismus? - derstandard.at über Armin Wolf http://oestermann.posterous.com/kurator-das-neue-bild-des-journalismus-dersta http://oestermann.posterous.com/kurator-das-neue-bild-des-journalismus-dersta

Wolf ist ein Verfechter der Professionalität. Recherche, Selektion von Informationen, die redaktionelle Aufbereitung und Publikation, beispielsweise bei den Wikileaks-Dokumenten, dafür brauche es Journalisten. Das beste Umfeld bieten "nur professionelle Medien, weil man dafür Ressourcen braucht". "Journalismus ist ein Beruf, den man in professioneller Struktur anwendet", erklärte Wolf. Dabei ist Bezahlung ein wichtiger Aspekt. Nach Kommunikationsforscher Denis McQuail ist Journalismus "paid writing for public media with reference to actual and ongoing events of public relevance".

Das schreibt derstandard.at über eine Vorlesung des ZIP2-Anchorman Armin Wolf an der Universität Wien. 

"Letztlich ist Kuratieren das, was auch Journalisten bieten müssen. Das Gatekeeper-Modell ist hinfällig geworden. Das heutige Bild des Journalismus ist das des Kurators", sagte Wolf.

Eine Rolle spiele dabei nicht nur das Senden, sondern auch das Empfangen. Wolf bemüht Bert Brecht: "Rundfunk ist von einem Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln."

via derstandard.at

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Thu, 08 Dec 2011 22:28:00 -0800 «Spannend wird es, wenn wir die Fernbedienung loswerden» - Interview mit Robert Amlung, ZDF - tagesanzeiger.ch http://oestermann.posterous.com/spannend-wird-es-wenn-wir-die-fernbedienung-l http://oestermann.posterous.com/spannend-wird-es-wenn-wir-die-fernbedienung-l
Apps werden auch auf dem Fernseher ihren Platz finden. So richtig spannend wird es aber erst, wenn wir die herkömmliche Fernbedienung mit ihren Beschränkungen loswerden. Und das wird dann geschehen, wenn wir den Fernseher mit einer App auf unserem Smartphone oder Tablet bedienen können. Die ersten Geräte gibt es schon, die dieses Bedienkonzept umsetzen. Hier ist aber noch viel Arbeit nötig, bis das mit jedem Fernseher funktioniert.

Apple TV werde nur eine Chance haben, so Amlung in dem Interview, wenn es Apple gelinge, die großen TV-Anbieter ins Boot zu holen.

Auf das Interview bin ich aufmerksam geworden. Artikel bin ich gestoßen bei http://www.olivervonarx.ch/robert-amlung-wie-sieht-der-tvkonsument-von-morgen...

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Sat, 03 Dec 2011 03:49:00 -0800 Jedes größere Unternehmen wird zum Sender - Interview mit Gerd Leonhard - ConventionCamp 2011 #cch11 http://oestermann.posterous.com/jedes-grossere-unternehmen-wird-zum-sender-in http://oestermann.posterous.com/jedes-grossere-unternehmen-wird-zum-sender-in

"Wir werden in fünf Jahren nur noch auf mobilen Geräten im Netz unterwegs sein", meinte der Zukunftsforscher Gerd Leonhard auf der ConventionCamp 2011. Print werde nur noch zweite Option sein, allein schon aus Kostengründen! Seine eindeutige Empfehlung an die Verlage: News vom Papier lösen.

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Sun, 29 May 2011 11:26:00 -0700 Blogs contra Mainstream-Medien: Dilettanten gibt es auf beiden Seiten » netzwertig.com http://oestermann.posterous.com/blogs-contra-mainstream-medien-dilettanten-gi http://oestermann.posterous.com/blogs-contra-mainstream-medien-dilettanten-gi

Onlinejournalismus im Netz hat ein enormes Imageproblem. Dabei ließe sich dies relativ einfach beheben:

1. Mehr Links zu externen Websites und Blogs
2. Mehr Sorgfalt und Genauigkeit bei Quellenangaben
3. Weniger Statusdenken bei der Wahl der Quellen (auch das Wall Street Journal hat nicht immer recht)
4. Mehr Anerkennung der Tatsache, dass manchmal Leser mehr wissen als man selbst
5. Meinung im Text deutlicher zulassen, statt Objektivität vorzugaukeln
6. Mehr transparente Korrektur von Artikeln, wenn sich Angaben als falsch herausgestellt haben

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Fri, 13 May 2011 11:00:00 -0700 Zukunft des Fernsehen: Netflix und der Paradigmenwechsel im Fernsehen http://oestermann.posterous.com/zukunft-des-fernsehen-netflix-und-der-paradig http://oestermann.posterous.com/zukunft-des-fernsehen-netflix-und-der-paradig

chart-of-the-day-netflix-vs-hulu-uniques-may-2011.jpg

 

 

via zukunftpassiert.de

 

Netflix legt stark zu - ein Indiz für den Paradigmenwechsel im Fernsehmarkt?

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Wed, 16 Mar 2011 12:10:00 -0700 Information steckt weniger in Worten, als in Taten - Management im Kopf http://oestermann.posterous.com/information-steckt-weniger-in-worten-als-in-t http://oestermann.posterous.com/information-steckt-weniger-in-worten-als-in-t
Information steckt nämlich viel seltener in Worten und viel viel viel öfter in Taten.

Maria Pruckner über die schleichende Gewöhnung an das "Schlechte" und wie die Journalisten - oder besser die Medien - dazu beitragen.

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Sun, 13 Feb 2011 05:40:00 -0800 Die Rückkehr des qualitativen Journalismus im Netz - Peter Kruse im Interview mit Cicero http://oestermann.posterous.com/die-ruckkehr-des-qualitativen-journalismus-im http://oestermann.posterous.com/die-ruckkehr-des-qualitativen-journalismus-im
Im Interview mit Cicero interpretiert Peter Kruse die Rolle des Internets bei der Revolution 2.0 in Ägypten und die Auswirkungen des Internets als neuer Form der Berichterstattung auf den Qualitätsjournalismus. Warum wir auf die Rückkehr des Qualitätsjournalismus angewiesen sind ...
Das Netz hat ein Grundsatzproblem. Die Informationen werden aus dem Kontext gelöst. Es ist das gleiche, als ob keine Bücher mehr geschrieben würden, sondern nur noch Zitate. Ein Aphorismus beispielsweise ist ein sehr kontextreicher Kurztext. Der Kontext muss aber erkannt werden, um den Aphorismus zu verstehen. Das Internet löst diese Kontexte radikal auf. Wir haben einen Strom von Echtzeitinformation in permanent neuen Kontexten. Das macht das Verstehen unglaublich schwer.
Die Gefahr der Missdeutung von Information ist unglaublich groß. Außer in bestimmten communities – semantischen Räumen, in denen die Menschen gemeinsam die Information bearbeiten – fällt das musterbildende Verstehen, das Nachvollziehen von Trends oder das Diskutieren von Themen schwer. Wikipedia beispielsweise funktioniert nur deshalb so gut, da man schnell und sicher sagen kann, was richtig und was falsch ist. Stellen Sie sich vor, es gäbe Wikipedia über das Thema Ethik. Es wäre ungleich schwieriger, zu sagen, was richtig und was falsch sei. Das Thema wird diskursabhängig und Diskurs braucht Dauer, also genau das, was dem Internet fehlt.

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Sat, 09 Oct 2010 01:07:00 -0700 Protest zwischen Spaß und Stunk - Dirk Baecker über Stuttgart 21 und das Netz | SÜDKURIER Online http://oestermann.posterous.com/protest-zwischen-spass-und-stunk-dirk-baecker http://oestermann.posterous.com/protest-zwischen-spass-und-stunk-dirk-baecker

Das heißt, es gibt heute einen Kult um den Protest?

Ja, einen Spaß an der Form des Protests an sich. Bei Stuttgart 21 ist der Spaßfaktor allerdings gering, der Faktor des aus der Sicht der Gegner begründeten Protests dagegen sehr groß.

Politiker allerdings geben Zeitungen wie gewohnt Interviews, während Protestgruppen twittern, bloggen und facebooken. Hat im Kampf um die Deutungshoheit der die Nase vorn, der auf Multimedia setzt?

Nein. Wenn es um Aktualität geht, liegt er zwar vorn. Wenn es aber um die Information geht, um den Anlass eines Protests oder die Frage, wie lange man durchhalten und wen man zusätzlich noch ansprechen kann, dann wird man weiter auf Tageszeitungen, auf Rundfunksendungen und auf das Fernsehen zurückgreifen.

Wie sich die Gesellschaft durch das Netz verändert, zeigt Dirk Baecker am Beispiel Stuttgart 21. Wird die Politik, die es gewohnt war, auf die Beharrungskräfte zu setzen, umlernen? Wird sie noch genauer studieren, wie Barack Obama seinen Wahlkampf geführt hat? Wird sie lernen, das Internet vor sich her zu treiben?

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Sun, 26 Sep 2010 04:44:00 -0700 Warnhinweise für fragwürdigen Journalismus http://oestermann.posterous.com/warnhinweise-fur-fragwurdigen-journalismus http://oestermann.posterous.com/warnhinweise-fur-fragwurdigen-journalismus

Telepolis berichtet über Tom Scott, der Warnhinweise für fragwürdigen Journalismus entworfen hat. Robert Harm hat sie übersetzt und bietet folgende Liste von 10 journalistischen Kardinalsünden an:

 

1. "Dieser Artikel enthält nicht verifizierte Informationen ohne Quellenangaben aus Wikipedia"

2. "Dieser Artikel beruht auf einem unbestätigten Gerücht"

3. "Um künftige Interviews nicht zu gefährden, wurden wichtige Fragen nicht gestellt"

4. "Dieser Artikel ist eigentlich eine abgeschriebene Pressemitteilung"

5. "Umfrageergebnisse, Statistiken und/oder Analysen in diesem Artikel wurden von einer PR-Firma gesponsert"

6. "Um den Redaktionsschluss einzuhalten, wurde dieser Artikel von einer anderen Quelle abgeschriebenen"

7. "Der Verfasser versteckt die eigene Meinung hinter 'manche Leute behaupten'"

8. "Medizinische Aussagen in diesem Artikel wurden NICHT von peer-reviewten Studien bestätigt"

9. "Kann Spuren von beleidigenden oder diskriminierenden Gedanken enthalten"

10. "Dem Journalisten mangelt es an Fachkenntnis zu diesem Thema"

 

via http://qwwvu.tk

 

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Sun, 27 Jun 2010 04:27:00 -0700 Vorbild BBC - the Virtual Revolution http://oestermann.posterous.com/vorbild-bbc-the-virtual-revolution http://oestermann.posterous.com/vorbild-bbc-the-virtual-revolution

Marcus Schuler berichtete vor einiger Zeit über eine BBC-Serie zur Entwicklung und Bedeutung des Internets. Besonders interessant ist, wie die Kollegen auf der Insel die Logik des Netzes bei dieser Gelegenheit selber konsequent ausloten: 

Was für Marcus Schuler aber der eigentliche springende Punkt an dieser Doku-Reihe ist: "Ein Großteil des Materials der Reihe darf man als Privatperson herunterladen und nutzen. Dabei sind dieDownloads nicht etwa auf das Interview-Rohmaterial beschränkt. Im Gegenteil: Viele Aufnahmen – ein Kollege würde dazu “Beauty Shots” sagen –  Tricksequenzen und eben die Interviews – all dies darf man sich bei der BBC herunterladen, neu zusammenschneiden und auf seine Website stellen. Einzige Bedingungen: Das Material darf nicht kommerziell genutzt werden. Außerdem: Die BBC muss als Quelle genannt werden."

Übrigens ist das Material zu "The Virtual Revolution" mittlerweile im Internet auch außerhalb der BBC-Geoblocking-Zone abrufbar. 

 

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Sat, 19 Jun 2010 02:39:00 -0700 Social Media ist anders http://oestermann.posterous.com/social-media-ist-anders http://oestermann.posterous.com/social-media-ist-anders

Wer Netzwerke bedient, erreicht noch nicht die Zielgruppe. Die Blogger von Social Media Strategy Lab haben ein Beispiel für dieses verkürzte Verständnis.

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Thu, 10 Jun 2010 13:47:09 -0700 World Cup to drive record in Social Media traffic http://oestermann.posterous.com/world-cup-to-drive-record-in-social-media-tra http://oestermann.posterous.com/world-cup-to-drive-record-in-social-media-tra
Soccer fans have never been shy about expressing their opinions, but this year's World Cup in South Africa - which will be the first of the "social media age" according to many - may see record levels of global interactivity. Sites such as Facebook, Twitter and YouTube were in their infancy in 2006, when the last World Cup took place in Germany, but have since exploded in popularity. Social media now connects millions around the world - 50 million tweets are sent daily while Facebook boasts more than 400 million active users - a development that will allow fans separated by distance to celebrate goals or critique referee decisions together online. Social media can bring fans closer together and give fans more opportunity to communicate with each other.

Die sozialen Netzwerke vor neuen Rekorden dankt der Fußball-WM. Bei Twitter & Co. kann sich die Euphorie und die Enttäuschung nach Lust und Laune entladen.

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Sat, 15 May 2010 14:07:06 -0700 Ausprobiert: Best-of-Nachrichten Newsy.com - ZEIT ONLINE http://oestermann.posterous.com/ausprobiert-best-of-nachrichten-newsycom-zeit http://oestermann.posterous.com/ausprobiert-best-of-nachrichten-newsycom-zeit

Eine der ältesten Formen des Medien-Mashups kann man jeden Morgen in öffentlich-rechtlichen Radiosendern wie dem Deutschlandfunk hören: die Presseschau, in der vor allem die Kommentare diverser Zeitungen zu wichtigen Ereignissen zusammengefasst werden.

Die Idee dahinter ist, dass viele Quellen ein abgerundeteres Bild des Tagesgeschehens bieten als eine einzige. Offenbar wünschen sich das auch viele Internetnutzer. Vor ein paar Monaten ist in den USA eine multimediale Presseschau, ein Kanal der Highlights im Netz auf Sendung gegangen: Newsy zeigt Zwei- und Dreiminüter zu allen möglichen aktuellen Themen, vom Absturz der Wall Street bis hin zum belgischen Burka-Verbot. Das Prinzip: Anstatt selbst zu recherchieren, bedienen sich die Macher fleißig bei anderen Sendern und Webseiten. »Multiple sources tell the real story«, sagen sie – viele Quellen erzählen die wahre Geschichte.

Ein anderer Ansatz, zum Leuchtturm im Informationsdschungel des Web 2.0 zu werden: einsammeln und neu zusammenstellen.

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Sat, 15 May 2010 13:31:47 -0700 "Staatshilfe ist keine Lösung" - SPIEGEL ONLINE im Interview mit Marcus Brauchli von der Washington Post http://oestermann.posterous.com/staatshilfe-ist-keine-losung-spiegel-online-i http://oestermann.posterous.com/staatshilfe-ist-keine-losung-spiegel-online-i

Brauchli: Der Medienkonsum ändert sich bereits seit Jahren radikal. Viele kennen morgens die Nachrichten schon, sie sind ja auf allen möglichen Kanälen schnell erhältlich. Es reicht deshalb nicht, unsere Zeitung einfach mit den Nachrichten von gestern zu füllen. Wir müssen Kontext liefern: Analyse, Perspektive, Kommentare. Lange investigative Geschichten. Eben Texte, die sonst nirgendwo stehen. Es gibt immer mehr Informationen, die leicht zugänglich sind, aber es wird schwerer, diese einzuordnen. Die Leute suchen etablierte Leuchttürme, an denen sie sich orientieren können.

SPIEGEL: Vor allem junge Leute sagen: Wenn eine Nachricht wirklich wichtig ist, findet sie mich schon. Sie vertrauen darauf, von ihren Facebook-Freunden oder Twitter-Bekannten informiert zu werden.

Brauchli: Wir haben gerade eine neue Facebook-Applikation eingerichtet, bei der Mitglieder ihren Freunden Artikel empfehlen können, die sie mochten. Sie sehen auch, was ihre Freunde gelesen haben. Das hat uns viele neue Leser beschert. Wir haben zahlreiche Blogs, die große Fangemeinden haben. Zudem starteten wir neue Lokalseiten online, auf denen die Leser Infos über ihre Nachbarschaft leichter finden können. Wir experimentieren erfolgreich mit E-Mail-Newslettern. Insgesamt erreichen wir viel mehr Leute als je zuvor, obwohl unsere Druckauflage gefallen ist.

Die etablierten Medien tasten sich langsam vor in das Web 2.0.

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Wed, 05 May 2010 01:34:00 -0700 Wie Nachrichtensendungen gemacht werden http://oestermann.posterous.com/wie-nachrichtensendungen-gemacht-werden http://oestermann.posterous.com/wie-nachrichtensendungen-gemacht-werden

Welcher Mechanismen sich die “objektiven” Fernsehberichterstatter sich bei der Produktion von Nachrichten bedienen, machte der kurze Film des englischen Reporters Charlie Brooker deutlich

via karmakonsum.de

Weckt Neugier zu erfahren, wie Charlie Brooker Nachrichten anders macht ...

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Sun, 18 Apr 2010 05:49:00 -0700 Auf dem Weg in den Informationscrash? - Max Otte in der SWR2 Aula http://oestermann.posterous.com/auf-dem-weg-in-den-informationscrash-max-otte http://oestermann.posterous.com/auf-dem-weg-in-den-informationscrash-max-otte

"Wir sind in einer Art informatorischem Überlebenskampf", so Max Otte in der Hörfunksendung bei der SWR2 Aula "Weniger ist mehr - Wie geht man mit der Informationsflut um?" Er sieht drei Ursachen für diesen Weg in die "Desinformationsgesellschaft", die sich in allen Bereichen zeige. Besonders gravierend in der Finanzkrise oder im Gesundheitsbereich bei vermeintlichen Epidemien wie SARS, Schweinegrippe oder Geflügelpest. 

Drei Ursachen sieht er für diese Entwicklung: 

1. Die Interessen der Wirtschaftsakteure

2. Die Schwäche der Medien

3. Die Schwäche des Staates

Die Wirtschaftsakteure bestimmen die Spielregeln für das Wirtschaften heute weitgehend selbst. Der Staat kann seiner Verpflichtung, regulierend einzugreifen, wenn sich Fehlentwicklungen zeigen, kaum noch nachkommen. Die Medien sind durch einen starken Kostendruck geschwächt worden und suchen ihr Heil in einer Boulevardisierung.

Zum Selberhören hier der Link: http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/-/id=660374/nid=660374/did=6095606/1bzw660/index.html 

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Wed, 10 Feb 2010 13:06:09 -0800 Facebook als Newsportal - http://bit.ly/a80X5z http://oestermann.posterous.com/facebook-als-newsportal-httpbitlya80x5z http://oestermann.posterous.com/facebook-als-newsportal-httpbitlya80x5z

"Facebook wird Newsportal", so spekuliert die Welt Online heute und bezieht sich dabei auf eine amerikanische Studie, wonach in den USA bereits 3,52 Prozent allen Medien- und News-Sites von Facebook aus geöffnet werden. Es rangiert damit bereits auf Platz 4 der Upstream-Portale für News- und Medienseiten. 

Hier geht's zur Meldung

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/644802/Portraitfoto_10-06-29 http://posterous.com/users/37qKbZkqsiAx Gerhard Östermann oestermann Gerhard Östermann
Sun, 10 Jan 2010 07:17:16 -0800 Die Welt auf BBC - Fluter.de über Medienwelten http://oestermann.posterous.com/die-welt-auf-bbc-fluterde-uber-medienwelten http://oestermann.posterous.com/die-welt-auf-bbc-fluterde-uber-medienwelten
Rubrik: Thema | Aktuell-Archiv | Film | --> Lesen | Erfahrungen |

fluter.de Archiv Nr. 81 : "Medienwelten" | Juli & August 2009

Der Kosmos

Die Welt auf BBC.com

Alva Gehrmann | 3.8.2009

Fühle ich mich heute nach einer grüner Website oder sollte der Hintergrund lieber rosa sein? Will ich auf der Startseite nur Sportnachrichten und den Wetterbericht lesen oder möchte ich dort auch politische Nachrichten mit den Wirtschaftsnews sehen? Bei BBC.com können sich die User/innen ihre Internetseite individuell gestalten. Es braucht nur ein paar Klicks und schon sieht die BBC-Seite völlig anders aus.

Das Internetangebot der britischen Rundfunkanstalt ist mit über zwei Millionen Seiten eines der umfangreichsten Angebote im Netz: die Welt auf einer einzelnen Website, so könnte man es zusammenfassen. Die British Broadcasting Corporation hat eine lange Tradition – 1922 wurde der erste Radiosender gegründet, später kamen weitere Radioprogramme, Fernsehsender und das Internet hinzu. Die BBC genießt ein hohes Ansehen. Schon während des Zweiten Weltkrieges hörten viele Deutsche heimlich deren Radioprogramm, hier erfuhren sie, wie es wirklich um ihr Land stand. Die BBC – das stand für die Wahrheit. Bis heute genießen die News und Dokumentationen der britischen Rundfunkanstalt ein hohes Ansehen.

Tipps aus dem Writers Room

Auf dem Internetportal werden alle klassischen Ressorts abgedeckt: Nachrichten (nach Kontinenten sortiert), Sport, Business & Finanzen, Unterhaltung, Musik, Kultur, Wissenschaft und das Wetter. Bei den meisten Ressorts betreiben BBC-Reporter/innen ihre eigenen Blogs. Doch das Angebot von BBC.com geht über die reine Berichterstattung hinaus. So gibt es auch die Rubrik "Religion & Ethik", "Garten" und einen eigenen "Writers Room", wo man Tipps bekommt, wie ein Drehbuch für eine Comedy-Episode oder ein Drama aussehen sollte. "Der BBC Writersroom sucht immer nach frischen, neuen, talentierten Schreibern, die Großbritannien verändern", heißt es dort. Vermutlich sind damit vor allem Landsleute gemeint, aber einsenden kann jeder sein Skript.

Dazu auf fluter.de
Einzelkämpfer
Als Korrespondent in Israel
Kriegsjournalismus
Chroniken des Konflikts

Wer glaubt, sein Englisch sei dafür noch nicht gut genug, kann es bei "Learning English" trainieren. In dieser Rubrik gibt es zum Beispiel Sprachkurse für Journalisten/innen, die politische Begriffe in kleinen Lerneinheiten beigebracht bekommen. Hier erfahren User/innen, was eine "lame duck" ist. Die Antwort: ein Präsident oder Politiker, der keine Macht mehr hat. Der ehemalige US-Präsident George W. Bush wurde am Ende seiner Amtszeit immer wieder so bezeichnet. Außerdem gibt es Kurse im Business-English, aber auch Schulmaterial für Lehrer/innen mit "funky phrases" zum Thema Kleidung, Partys oder Dating.

Eine weitere Englisch-Übung, die sicher vielen hilfreich ist, sind die Erklärungen zu aktuellen Berichten. Zum Beispiel in einem kurzen Artikel über Michael Jacksons Tod, in dem Begriffe vorkommen, die für Nicht-Native-Speaker zu kompliziert sein könnten. "TV stations here carried live coverage of the helicopter's journey", heißt es darin. Der gefettete Begriff wird dann umschrieben mit "broadcast news and events as they happened". Die Macher dieser BBC-Sprachseite haben auch eine eigene Seite auf YouTube, wo ein junger Mann mit dicker Hornbrille typisch britische Redewendung erklärt.

Will man wie die BBC weltweit erfolgreich sein, müssen die Inhalte aber auch in anderen Sprachen veröffentlicht werden: von Albanisch, Arabisch und Französisch bis hin zu Hindu, Portugiesisch, Somali, Urdu und Vietnamesisch. News gibt es in 32 Sprachen: nur nicht auf Deutsch!

Spätestens in der Rubrik "Sport" merkt man, dass es sich um eine britische Website handelt. Denn hier wird viel über traditionelle Sportarten wie Cricket berichtet, die auch heute noch in den ehemaligen Kolonien des Commonwealth beliebt sind – etwa in Indien. Bei wichtigen Sportereignissen wie dem Tennisturnier von Wimbledon oder dem Finale der U21-Fußball-Europameisterschaft, bei der Deutschland die Briten im Finale mit 4:0 besiegte, informiert ein Live-Text die User/innen. Außerdem gibt es TV-Nachrichtenclips mit "News in einer Minute" und das frei zugängliche Radioprogramm.

3,6 Milliarden Klicks – pro Monat

Besonders stolz wird seit 2007 der BBC iPlayer beworben, mit dem man sich über 250 TV-Serien und Shows ansehen kann. Bis März 2009 sollen rund 360 Millionen Menschen diese Sendungen genutzt haben. Zum Angebot gehört auch die Live-Berichterstattung bei Musikfestivals (mit einer eigens dafür im MTV-Stil gestalteten Seite), wo etwa Clips von The Ting Tings und Blur zu finden sind. Usern außerhalb Großbritanniens bringt der iPlayer jedoch nichts, da das Programm nur im Vereinigten Königreich zu sehen ist. Man sei sich bewusst, dass der Bedarf für eine internationale Version groß ist, heißt es dazu auf der Internetseite.

Eine ungewöhnlich knappe Antwort, denn sonst bleiben auf der BBC-Page kaum Fragen offen, alles wird erklärt oder erzählt. Selbst die eigenen Krisen sind dokumentiert – schließlich ist die Glaubwürdigkeit ihr größtes Kapital. Die Skandale der über 85-jährigen Geschichte sind unter "The BBC under pressure" aufgelistet: 2003 sorgte ein Radiobericht während des Irak-Krieges für den größten Skandal der BBC-Geschichte. Die Verantwortlichen traten zurück und ihr Informant, der Waffenexperte David Kelly, beging Selbstmord. In der Folge entstand der "BBC Trust", ein Aufsichtsgremium. Kritisiert wurde BBC.com, weil sie 2007 als weltweit erste gebührenfinanzierte Rundfunkanstalt Werbung schaltete – jedoch nur auf den internationalen Seiten.

Durchschnittlich 3,6 Milliarden Klicks (page impressions) hatte die BBC-Site nach eigenen Angaben bereits 2008 – und zwar pro Monat. Trotzdem hat das Newshaus bei Facebook gerade mal 831 Freunde. Die Macher/innen werden das sicher verschmerzen können, schließlich klicken täglich mehrere Millionen User/innen ihre Seite an.

Alva Gehrmann ist freie Journalistin in Berlin und schreibt für Zeitungen und Magazine.

Foto: ©photocase.com / Markus_S; ©photocase.com / soulcore

www.bbc.com
Zentrale BBC-Website

www.bbcmotiongallery.com
Filmmaterial mit BBC-Dokumentationen aus über 70 Jahren

www.youtube.com/bbclearningenglish
BBC-Kanal "Learning English" bei YouTube

www.bbc.co.uk/glastonbury
Das Musikfestival mit Website im Stile von MTV

http://wn.com
World News Network – Onlinemagazin mit News der wichtigsten internationalen Medien

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