oestermann's posterous http://oestermann.posterous.com Most recent posts at oestermann's posterous posterous.com Sun, 29 May 2011 11:26:00 -0700 Blogs contra Mainstream-Medien: Dilettanten gibt es auf beiden Seiten » netzwertig.com http://oestermann.posterous.com/blogs-contra-mainstream-medien-dilettanten-gi http://oestermann.posterous.com/blogs-contra-mainstream-medien-dilettanten-gi

Onlinejournalismus im Netz hat ein enormes Imageproblem. Dabei ließe sich dies relativ einfach beheben:

1. Mehr Links zu externen Websites und Blogs
2. Mehr Sorgfalt und Genauigkeit bei Quellenangaben
3. Weniger Statusdenken bei der Wahl der Quellen (auch das Wall Street Journal hat nicht immer recht)
4. Mehr Anerkennung der Tatsache, dass manchmal Leser mehr wissen als man selbst
5. Meinung im Text deutlicher zulassen, statt Objektivität vorzugaukeln
6. Mehr transparente Korrektur von Artikeln, wenn sich Angaben als falsch herausgestellt haben

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Wed, 18 May 2011 03:25:00 -0700 Durch Transparenz mehr Vertrauen im Online-Journalismus? http://oestermann.posterous.com/durch-transparenz-mehr-vertrauen-im-online-jo http://oestermann.posterous.com/durch-transparenz-mehr-vertrauen-im-online-jo

Schafft mehr Transparenz mehr Vertrauen des Publikums in den Journalismus? Klaus Meier, Professor für Journalistik in Dortmund, hat dazu eine Studie angefertigt:

Bei der Produkt-Transparenz benennen Journalisten die Quellen und deren Interessen (z.B. durch Links zu Quellen). Die redaktionelle Transparenz oder Prozess-Transparenz lässt das Publikum in die redaktionellen Abläufe und Entscheidungen blicken (z.B. in Blogs und Foren zum redaktionellen Arbeiten wie z.B. im Tagesschau-Blog) – man berichtet in gewisser Weise über sich selbst, was nicht unproblematisch ist. In der Studie denken wir über Qualitätsmaßstäbe für diese Selbstberichterstattung nach: Das Ideal der „Objektivität“ wird ersetzt durch „offene Selbstreflexion“. 

... und weiter ...

Bisher empirisch nicht belegte, aber vor allem in der Ratgeberliteratur immer wieder behauptete Annahmen müssen künftig deutlich vorsichtiger und differenzierter betrachtet werden: Links zu Quellen im Online-Journalismus zum Beispiel sind nicht grundsätzlich vertrauenswürdiger, sondern wirken vor allem in Kombination mit redaktioneller Offenheit. Im Print-Journalismus dagegen bringen Selbstdarstellung und die Nennung von Kontaktmöglichkeiten des Autors (vgl. Initiative Tageszeitung 2007) keinen Vertrauenszuwachs; vielmehr sollte in Beiträgen offen mit Quellen umgegangen werden.

Hier geht's zum Blogeintrag bei journalistiklehrbuch.wordpress.com

 

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Sat, 15 May 2010 14:07:06 -0700 Ausprobiert: Best-of-Nachrichten Newsy.com - ZEIT ONLINE http://oestermann.posterous.com/ausprobiert-best-of-nachrichten-newsycom-zeit http://oestermann.posterous.com/ausprobiert-best-of-nachrichten-newsycom-zeit

Eine der ältesten Formen des Medien-Mashups kann man jeden Morgen in öffentlich-rechtlichen Radiosendern wie dem Deutschlandfunk hören: die Presseschau, in der vor allem die Kommentare diverser Zeitungen zu wichtigen Ereignissen zusammengefasst werden.

Die Idee dahinter ist, dass viele Quellen ein abgerundeteres Bild des Tagesgeschehens bieten als eine einzige. Offenbar wünschen sich das auch viele Internetnutzer. Vor ein paar Monaten ist in den USA eine multimediale Presseschau, ein Kanal der Highlights im Netz auf Sendung gegangen: Newsy zeigt Zwei- und Dreiminüter zu allen möglichen aktuellen Themen, vom Absturz der Wall Street bis hin zum belgischen Burka-Verbot. Das Prinzip: Anstatt selbst zu recherchieren, bedienen sich die Macher fleißig bei anderen Sendern und Webseiten. »Multiple sources tell the real story«, sagen sie – viele Quellen erzählen die wahre Geschichte.

Ein anderer Ansatz, zum Leuchtturm im Informationsdschungel des Web 2.0 zu werden: einsammeln und neu zusammenstellen.

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Sat, 15 May 2010 13:31:47 -0700 "Staatshilfe ist keine Lösung" - SPIEGEL ONLINE im Interview mit Marcus Brauchli von der Washington Post http://oestermann.posterous.com/staatshilfe-ist-keine-losung-spiegel-online-i http://oestermann.posterous.com/staatshilfe-ist-keine-losung-spiegel-online-i

Brauchli: Der Medienkonsum ändert sich bereits seit Jahren radikal. Viele kennen morgens die Nachrichten schon, sie sind ja auf allen möglichen Kanälen schnell erhältlich. Es reicht deshalb nicht, unsere Zeitung einfach mit den Nachrichten von gestern zu füllen. Wir müssen Kontext liefern: Analyse, Perspektive, Kommentare. Lange investigative Geschichten. Eben Texte, die sonst nirgendwo stehen. Es gibt immer mehr Informationen, die leicht zugänglich sind, aber es wird schwerer, diese einzuordnen. Die Leute suchen etablierte Leuchttürme, an denen sie sich orientieren können.

SPIEGEL: Vor allem junge Leute sagen: Wenn eine Nachricht wirklich wichtig ist, findet sie mich schon. Sie vertrauen darauf, von ihren Facebook-Freunden oder Twitter-Bekannten informiert zu werden.

Brauchli: Wir haben gerade eine neue Facebook-Applikation eingerichtet, bei der Mitglieder ihren Freunden Artikel empfehlen können, die sie mochten. Sie sehen auch, was ihre Freunde gelesen haben. Das hat uns viele neue Leser beschert. Wir haben zahlreiche Blogs, die große Fangemeinden haben. Zudem starteten wir neue Lokalseiten online, auf denen die Leser Infos über ihre Nachbarschaft leichter finden können. Wir experimentieren erfolgreich mit E-Mail-Newslettern. Insgesamt erreichen wir viel mehr Leute als je zuvor, obwohl unsere Druckauflage gefallen ist.

Die etablierten Medien tasten sich langsam vor in das Web 2.0.

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Sat, 13 Mar 2010 06:20:00 -0800 Vom "Frontalunterricht" zum "offenen Seminar": Journalismus 2.0 - netzwertig.com http://oestermann.posterous.com/vom-frontalunterricht-zum-offenen-seminar-jou http://oestermann.posterous.com/vom-frontalunterricht-zum-offenen-seminar-jou

Das emanzipierte Publikum kann sich nicht nur seine Quellen fast beliebig zusammensuchen – zu unserem Schrecken hat es begonnen, selber zu publizieren.

Und während immer grössere Kreise der Gesellschaft unsere Artikel und Sendungen kommentieren, kritisieren oder korrigieren, halten ausgerechnet wir Journalisten uns aus dem Diskurs fast vollständig heraus – in der Meinung, durch Abstand unsere “Glaubwürdigkeit” erhalten zu können.

Das Gegenteil ist der Fall. Die Distanziertheit des Publikum und sein Schweigen hatte noch nie irgendwas mit Respekt vor uns als “Vierter Gewalt” zu tun, sondern nur mit dem Fehlen eines Rückkanals, der diesen Namen verdient.

Der ist jetzt verfügbar, und der Journalismus wandelt sich, wie Medienwissenschafter und Blogger Dan Gillmor sagt, vom Frontalunterricht zum offenen Seminar. Oder sollte sich wandeln – denn Bedingung ist, dass wir vom hohen Ross der Dozenten auf die angemessenere Rolle der Moderatoren umsatteln. Im Publikum haben sich schon immer mehr Experten zu einem Thema befunden, als das Rolodex eines Journalisten zu fassen vermochte. Eine öffentliche Diskussion mit ihnen zu führen, müsste das Ziel journalistischer Arbeit sein.
Ein erster Schritt wäre eine “Diskussionsspalte” zu jeder Online-Sendung und jedem Artikel – und eben nicht die “Kommentar-Rubrik”, in der man das Publikum unbeachtet seine Meinung absondern lässt. Das Forum muss gefördert, nicht erduldet werden.

Selbstkritische Stimmen von Schweizer Journalisten. Noch scheinen mir nur wenige Journalisten bereit, ihr Rollenverständnis an die Spielregeln der neuen Medienwelt anzupassen. Hier werden aber schon mal zukunftsweisende Fragen gestellt! Die Kernfrage: Sind die Journalisten bereit, die Rolle des Moderators im medialen Diskurs zu übernehmen?

 

 

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Sun, 07 Mar 2010 04:31:36 -0800 lab | Neue Medien, multimediale Projekte, Anwendungen und Darstellungsformen im Netz http://oestermann.posterous.com/lab-neue-medien-multimediale-projekte-anwendu http://oestermann.posterous.com/lab-neue-medien-multimediale-projekte-anwendu
Steffen Leidel von dw-world zeichnet die ersten Stunden nach dem Erdbeben in Chile nach, wie der Informationsfluss im Internet anschwillt. Er wertet dies als Beispiel für die These von David Gelernter, der überzeugt ist, dass sich im Web die Struktur des Lifestream durchsetzen wird. Im Netz zähle nicht allein die Information, sondern auch ihre Geschwindigkeit und ihr Durchsatz. "Twitter ist ein tosender, imposanter Wasserfall - die Niagarafälle des Netzes", so Gelernter.

Gerade bei “Breaking News” werden Informationen im Netz zu einem tosenden Wasserfall. Das konnte man am Wochenende wieder nach dem Erdbeben in Chile beobachten, als sich vor allem der (spanisch-sprachige) Twitter-Lifestream in einen reißenden Informationsstrom verwandelte. Auch wenn ein solcher Social-Media-Lifestream chaotisch wirkt, unterliegt ihm doch eine Struktur, die sich bei jedem großen Nachrichtenereignis wiederholt.

Wie sich dieser Strom in den ersten Stunden nach dem Erdbeben in Chile entwickelt hat, habe ich versucht, in dieser Präsentation nachzuzeichnen.

Ein spannender Einblick in den nur scheinbar chaotische Informationsfluss nach "breaking news".

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