Kjell Nordström über die globale Wirtschaft, Technologie und die Menschen | Interview
Nordström richtet den Blick in dem Interview auf gerne ausgeblendete Aspekte der globalen Welt. Er weist z.B. darauf hin, dass die USA grundlegende Impulse lange Zeit von Einwanderern erhalten hat. Wenn der Strom versiegt, hat das natürlich gravierende Auswirkungen auf die Innovationskraft einer Gesellschaft.
Oder China. Wir übersehen gerne, dass 800 Mio. Chinesen in unterentwickelten ländlichen Gebieten leben. Das ist mehr als das Doppelte der US-Bevölkerung.
Oder Afrika. Er führt es auf ein institutionelles Versagen zurück, dass hier praktisch gar nichts passiert. Es braucht einen institutionellen Rahmen, damit sich der Handel entfalten kann.
Technologie ist eine notwendige für erfolgreiche Unternehmen, aber nicht hinreichend. Entscheidend ist, was Menschen daraus machen. Beispiel: iPod. Erst Apple war nach Jahren in der Lage, mp3, die Erfindung eines Fraunhofer Instituts, die Technologie mit Design und Funktionalität zu verknüpfen und so in einen Erfolg zu verwandeln.