Open Innovation bei der Telekom
Die T-Labs der Deutschen Telekom sind neben Procter & Gamble, Osram und den Schmitz-Werken mit dem Open Innovation Award 2010 ausgezeichnet worden. Alle nutzen den Open-Innovation-Ansatz als festen Bestandteil der Unternehmensstrategie. Die Telekom macht es nach einer Mitteilung des Handelsblatts so:
Die Idee vom vernetzten Leben und Arbeiten prägt den Innovationsprozess bei der Deutschen Telekom. Kurze Innovationszyklen machen es notwendig, neue Produkte in immer kürzeren Zeitabständen hervorzubringen. Daher orientiert sich die Telekom an den Prinzipien der offenen Innovation. Ein bekanntes Beispiel für Open Innovation ist das Projekt Android zur Weiterentwicklung einer offenen Plattform für Mobiltelefone.
Telekom Laboratories (T-Labs) sind das Forschungs- und Entwicklungsinstitut der Telekom. In Berlin und an weiteren Standorten in Darmstadt und im Silicon Valley, USA, entwickeln Wissenschaftler aus aller Welt gemeinsam mit Telekom-Experten neue Dienste und Lösungen. Zur Früherkennung von Kundenwünschen haben die T-Labs das Innovationsforum aufgebaut. Über 900 Berliner Haushalte stehen hier für Produkttests, Befragungen und Hausbesuche zur Verfügung. In sogenannten StreetLabs gehen Forscher auf die Straße, um das Kommunikationsverhalten und die Wünsche der Nutzer zu erforschen.
Erfolgversprechende Geschäftsideen aus den T-Labs, die nicht in Produkte der Telekom überführt werden können, werden als sogenannte Spin-offs aus der Telekom ausgegründet. Um ihre Zahl zu erhöhen, hat die Telekom das „Inkubations-Management“ eingerichtet. Damit werden gute Ideen systematischer und schneller zur Marktreife weiterentwickelt.
via http://www.handelsblatt.com
Ellen Enkel von der Zeppelin Universität in Friedrichshafen bestätigt den Erfolg dieses Vorgehens:
„Open Innovation-Projekte sind im Durchschnitt um 50 Prozent erfolgreicher - gemessen am späteren Umsatz - als Produkte aus rein internen Projekten. Der enorme Mehrwert von Open Innovation kann jedoch nur realisiert werden, wenn die richtigen Aktivitäten zum richtigen Zeitpunkt mit den richtigen Kooperationspartnern durchgeführt werden“, erläutert Ellen Enkel, Leiterin des „Dr. Manfred Bischoff Institut für Innovationsmanagement der EADS“ an der ZU. Open Innovation ist die gezielte Öffnung von Teilen des Innovationsprozesses, um durch die Integration externer Technologien, Partner und Kunden sowohl mehr Innovation als auch mehr Effizienz in der Produktentwicklung zu erreichen.
via http://www.zeppelin-university.de